Wir verschaffen der Landwirtschaft Gehör
Vielen Menschen ist die Landwirtschaft durch zunehmende Verstädterung und Arbeitsteilung fremd geworden. Verbraucher haben oft keinen direkten Kontakt mit der Landwirtschaft und es fehlt ihnen die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen.
Oftmals besteht ein verzerrtes Bild von der Landwirtschaft in der Gegenwart, und es bestehen erhebliche Informationsdefizite. Berechtigte und sachliche Kritik ist jedoch auch ein Ausdruck des Interesses der Bevölkerung an der Landwirtschaft.
Wir wollen uns als Landvolkkreisverband dem offenen Dialog stellen, damit ein positives Image in der Öffentlichkeit entstehen kann. Es geht darum, Aufmerksamkeit, Verständnis und Akzeptanz zu erzielen. So gibt es viele verschiedene Ansätze, um eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Auf dieser Seite berichten wir über diese vielfältigen Aktivitäten und auch über die "verbandsinternen" Inhalte.
Hier einige aktuelle Beispiele für unsere Arbeit:
Besucherraum Groß Munzel eröffnet
Am 16.05.2013 fand die feierliche Einweihung des Besucherraums in Groß Munzel statt. Rund 20 gela-dene Gäste aus Politik, Verwaltung und Landwirtschaft nahmen an der Eröffnung des Gebäudes an der Deponiestraße Groß Munzel teil.
Ein großes Schaufenster ermöglicht es künftigen Besuchern, Einblick in den einen der beiden Hähnchenställe zu erhalten und sich von den Haltungsbedingungen der knapp 40.000 Hähnchen zu überzeugen.
Arnd von Hugo, Betreiber der Anlage, betonte seine Bereitschaft, den Dialog mit der Öffentlichkeit zu su-chen und für Fragen und Gespräche offen zu sein.
Heinrich Blume, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Hannover, betonte die Einzigartigkeit des Be-sucherraumes in der Region. „Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Interessierte aufzufordern, sich vor Ort einen persönlichen Eindruck von der Anlage zu machen. Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Transparenz ist in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt worden und mit diesem Raum möchten wir den Ansprüchen der Öffentlichkeit gerecht werden.“
Insgesamt zeigten sich die Gäste positiv überrascht vom Blick ins Innere des Stalls: „Es ist wirklich eine gute Sache, das den Menschen so zu zeigen und ganz anders, als man es sich vorstellt“, resümierte etwa die Regionsabgeordnete Christiane Hinze, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion.
Im Juni wird der Raum für Besucher geöffnet. Interessierte sind herzlich eingeladen, einen Blick in den Stall zu werfen und melden sich bitte an unter landvolk.hannover@lvkh.de oder 0511-400 787-0 an.
Tour de Flur 2013
Am 26.05.2013 findet die erste Tour de Flur in Niedersachsen statt. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in unserem Flyer.
Ob Biogasanlage, Milchbetrieb oder Kartoffelanbau: Fünf Betriebe in Teilen der Stadt Lehrte und der Gemeinde Uetze bieten Interessierten von 11 bis 17 Uhr Einblicke in ihre Produktionsstätten. Eine etwa 17 Kilometer lange Radstrecke verbindet die Hofstellen, Start- und Zielpunkt können individuell gewählt werden.
Eingeladen sind alle, die hinter die Kulissen eines landwirtschaftlichen Betriebes blicken möchten, auch Kinder sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Strecke und den teilnehmenden Höfen finden Sie hier.
Wir freuen uns auf Sie!
Schüler in der Landwirtschaft
"Betriebspraktikum für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen" so der Titel eines neu erschienen Infoblattes, das sich an Landwirte und Landwirtinnen richtet, die im Rahmen der Berufsorientierung auf ihrem Betrieb zweiwöchige Praktika anbieten.
Das Infoblatt umfasst acht Seiten und enthält Hinweise u.a. zu den Themen rechtliche Rahmenbedingungen, grundsätzliche Anforderungen und Durchführung eines Praktikums, Vereinbarungen und u.a. einen Praktikumsplan.
Den nützlichen Ratgeber erhalten Sie kostenlos in unserer Geschäftsstelle. Melden Sie sich bitte bei Interesse.
Agrarminister Meyer zu Gast in der Wedemark
Der Landwirtschaftliche Verein Wedemark konnte den neuen GRÜNEN Agrarminister Christian Meyer kurzfristig als Gastredner für seine Mitgliederversammlung gewinnen.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Gasthaus Bludau in Wennebostel. Gäste sind herzlich Willkommen, diesem sicherlich spannenden Vortrag beizuwohnen.
Politikerlob für Projekte der Landwirte
Aufmerksam haben sich die vier Landtagskandidaten Claudia Schüßler (SPD), Max Matthiesen (CDU), Thomas Lux (Grüne) und Harald Temmler (FDP) am Dienstag die Biogasanlage bei Landringhausen angeschaut – und das Projekt zur Unterstützung einer überschaubaren Landwirtschaft gelobt. „Die Erzeugung von Nahrungsmitteln hat für mich in der Landwirtschaft immer noch den Vorrang vor der Produktion erneuerbarer Energien. Das ist hier gut gelungen“, sagte Matthiesen. Neben einer ausreichenden Quantität sei auch die Qualität in der Tierhaltung und im Schutz der Böden erforderlich, betonte Temmler.
Thomas Lux verwies darauf, dass sich Kritik an Biogasanlagen zumeist an deren Größe und damit auch an einem hohen Maiseinsatz entzünde. Das sei in Landringhausen nicht der Fall. Für den Bau von Biogas- und Mastanlagen wünscht sich Claudia Schüßler mehr Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeiten der Kommunen, um Konfliktpotenzial zu vermeiden.
„Wir wollten mit diesem Projekt eine eigene und in sich geschlossene Kreislaufwirtschaft schaffen.
Das ist uns gelungen“, sagte Haller. Bei einem Anteil von 35 Prozent Gülle und 65 Prozent Maissilage sei ein optimaler Vergärungsprozess gewährleistet. „Außerdem stellen wir den Grundwasserschutz sicher“, betonte Haller, der gemeinsam mit Warneke und Blume mehr als 1,3 Millionen Euro in den Bau der Biogasanlage investiert.
06.12.2012
Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger
Das Meldeprogramm zur Verbringenverordnung ist seit dem 01.11.2012 im Internet freigeschaltet (www.meldeprogramm.de). Jeder Abgeber von Wirtschaftsdünger (auch Gärreste) ist verpflichtet, die ab 01.07.2012 in den Verkehr gebrachten Mengen an Wirtschaftsdüngern, z.B. Gülle, Festmist, Geflügelmist, Geflügelkot und Gärreste in der Datenbank zu melden, sobald die Gesamtmenge von 200 Tonnen Frischmasse pro Jahr überschritten wird. Dies entspricht ca. 200 cbm Gülle oder flüssigem Gärrest. Spätestens bis zum 31.01.2013 sind die Meldungen für die Lieferungen vom 01.07. bis 31.12.2012 vollständig zu melden. Alle Einzelheiten sind im Programm unter dem Menüpunkt „Hilfe“ erklärt. Als Zugang brauchen Sie eine Registriernummer und eine „PIN“. Als Landwirt reicht die Registriernummer für die Agrarförderanträge bzw. für die HI-Tierdatenbank mit der dazugehörigen, altbekannten „PIN“. Biogasanlagen, aber auch Vermittler oder Lohnunternehmer, die mit Wirtschaftsdünger handeln, sollten zeitnah Rücksprache mit der Landwirtschaftskammer halten, welche Registriernummer und welche „PIN“ sie verwenden sollen. Alle, die bereits als „Inverkehrbringer von Wirtschaftsdünger“ bei der LWK gemeldet sind, sollten in den letzten Wochen eine „PIN“ erhalten haben. Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Herrn Albers.
05.12.2012
Kreisverbandsversammlung 2012
Einmal im Jahr lädt der Landvolkkreisverband Hannover seine Mitglieder und Ehrengäste zu einer Kreisverbandsversammlung ein. So auch am vergangenen Montag. In diesem Jahr fand die Versammlung mit rund 120 Teilnehmern im feierlichen Ambiente des Rittergutes Wichtringhausen statt.
In Ihren Grußworten stellten die stellvertretende Regionspräsidentin Frau Klawunde sowie Herr Lahmann, der 1. Stadtrat von Barsinghausen und die Kreisvorsitzende der LandFrauen Hannover Frau Paland jeweils die hohe Bedeutung der Landwirtschaft heraus. Insbesondere die Förderung von regionaler landwirtschaftlicher Produktion und regionalen Produkten lag allen drei Rednern besonders am Herzen.
Der anschließende Vortrag von Pastor Karl-Heinz Friebe, Referent für Kirche und Landwirtschaft vom kirchlichen Dienst auf dem Lande der hannoverschen Landeskirche „Landwirtschaft und Kirche – Eine Rollendiskussion“ passte sehr gut zu den aktuellen Diskussionen zwischen Landwirtschaft und Kirche.
Dass beispielsweise der Kirchenkreistag Ronnenberg seinen Gemeinden empfiehlt, künftig ausschließlich Produkte aus artgerechter Tierhaltung und biologischem Anbau zu verwenden, ist für alle verantwortungsvoll wirtschaftenden konventionellen Betriebe wie ein Schlag ins Gesicht, so Friebe.
„Wer oder was ist Kirche?“ stellte Friebe zur Diskussion. Kirche, das sind die Gemeinden und die sind jeweils eigenständig. Daher ist für eine gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Landwirtschaft die Kontaktpflege und der Austausch vor Ort das A und O. Friebe rief alle Landwirte auf, sich in den Kirchenvorständen zu engagieren, mitzuwirken und mitzugestalten.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Kuchenbuffet, welches die LandFrauen vom Kreisverband Hannover für den Landvolkkreisverband Hannover hervorragend organisierten.
05.12.2012
„Wie funktioniert die Medienwelt und wie kann die Landwirtschaft positiven Einfluss nehmen?“
Dieses Vortragsthema lockte am letzten Freitag rund 50 Zuhörer zum fünften Treffen von LVKH 60 plus nach Osterwald.
Gabi von der Brelie, Pressesprecherin beim Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband e.V., stellte die landwirtschaftliche Berichterstattung anhand von vielen Beispielen anschaulich dar.
Überschriften wie „Gifteier“, „Wie viel Mais verträgt das Land“, „Antragsflut für Mastställe“, „Landwirtschaft als Invest“ waren in diesem Jahr leider keine Seltenheit.
Dass das Gesundheitsrisiko von Dioxin für den Menschen gegen Null geht, Mais regionsweit gerade mal auf 9,5 % der Ackerfläche angebaut wird und die beschriebene Antragsflut nie eingetreten ist, das wird leider nicht richtig gestellt. Umso wichtiger ist es, dass die Landwirte sich gegen die einseitige und oft fälschliche Berichterstattung wehren und Leserbriefe verfassen. „In der Hinsicht sind die Landwirte viel zu wenig aktiv.“, so von der Brelie.
Es gab aber auch Positives zu berichten. Über Familie Klingemann aus Schneeren, die als bester Milchviehbetrieb in Niedersachsen mit der goldenen Olga ausgezeichnet wurden, erschienen viele Berichte in der Presse. Die sympathische Familie spricht die Herzen an und fördert das positive Image der Landwirtschaft.
Familie Backhaus aus Plumhof wurde ein Jahr von den Medien begleitet und klärte mit regelmäßigen Berichten über den Arbeitsalltag in der Landwirtschaft auf und auch die „Theaterkuh“ von Herrn Könecke aus Isernhagen verschaffte der Landwirtschaft des Öfteren positive Berichterstattung.
Gabi von der Brelie fasste zusammen: Aktionen, wie der Tag des offenen Hofes, die die breite Öffentlichkeit ansprechen, müssen unbedingt fortgeführt werden. Dies ist Öffentlichkeitsarbeit pur, nicht nur an dem Aktionstag selbst, sondern auch in der Vor- und Nachberichterstattung.
Es ist wichtig, dass sich Betriebe bereit erklären, Ihre Tore zu öffnen und für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stehen.
Problematisch bleibt das Thema Tierhaltung.
Der Bilderbuchbauernhof mit drei Kühen, fünf Schweinen und acht Hühnern entspricht nicht mehr der Realität, wird jedoch durch Formate wie LandLust weiter gefördert.
Wir stehen vor sehr großen Herausforderungen, wenn es darum geht, ein realistisches Bild der modernen Landwirtschaft zu zeigen.
Die große Teilnehmerzahl, das Interesse am Vortrag und die angeregten Diskussionen im Anschluss zeigten deutlich, wie interessiert und engagiert die Gruppe 60 plus ist und dass die Mitglieder keinesfalls zum „alten Eisen“ gehören:
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle, wenn auch Sie Interesse an den Angeboten von 60 plus haben.
26.11.2012
Auszahlung Betriebsprämie 2012
Die Auszahlung der Betriebsprämie 2012 erfolgt voraussichtlich am 28.12.2012.
Zeitnah werden dann auch die Bescheide zur Auszahlung versandt. Bitte prüfen Sie umgehend nach Erhalt die Angaben im Bescheid auf Richtigkeit. Sollten Sie Fehler feststellen, rufen Sie uns umgehend an. Wir haben nur vier Wochen Zeit, um außergerichtlich eine Änderung herbeizuführen. Die Frist zu einer Klageeinreichung beträgt ebenfalls 4 Wochen nach Erhalt des Bescheids. Alle Betriebsinhaber, die gegen die Modulationserhöhung im vergangenen Jahr Klage gegen den Bescheid 2011 eingereicht haben, sollten dies für den Bescheid 2012 auch in Erwägung ziehen. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Herrn Schöne oder Herrn Albers in der Geschäftsstelle in Ahlem.
22.11.2012
Grünen Fraktion zu Besuch im Legehennenstall
Vergangene Woche hat der Landvolkkreisverband die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu der Besichtigung eines Legehennenstalls mit Bodenhaltung und zu einem Austausch über die moderne Landwirtschaft eingeladen.
Ulrich Schmersow, stellv. Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher und sechs weitere Mitglieder der Fraktion sind dieser Einladung gerne gefolgt und fanden sich am Nachmittag auf dem Betrieb von Dirk Bartels in Bilm bei Sehnde ein.
Die Eierproduktion hat für die Familie Bartels Tradition.
Dirk Bartels hat den Betrieb von seinem Vater übernommen und ist bereits seit 15 Jahren Betriebsleiter auf dem Hof.
Die Selbstvermarktung und der direkte Kontakt zu den Kunden (Bäckereien, Hotels, Gastronomie und ab Hof Käufer) ist ihm von jeher sehr wichtig.
Nach einer kurzen Personen- und Betriebsvorstellung lud Dirk Bartels die Fraktion ein, sich selbst ein Bild von der modernen Legehennenhaltung zu machen.
In Ställen mit unterschiedlichen Einstallungsdaten wurde intensiv über Tierwohl, Bestandesdichten, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit diskutiert.
Dirk Bartels machte dabei deutlich, dass Futter und Stallklima einen weitaus größeren Einfluss auf das Tierwohl haben, als die Anzahl der Tiere im Stall. In Ställen mit geringeren Bestandesdichten hat Bartels sogar eher mit Hygieneproblemen zu kämpfen, da der Kot der Hennen nicht so gut auf die Kotbänder getreten wird. Durch den regelmäßigen Wechsel der Einstreu gibt es hier keine Probleme mit Coli-Bakterien und auf den Einsatz von Antibiotika kann komplett verzichtet werden.
Bei Bartels ist die Medikamentenzufuhr über das Trinkwasser lediglich für die Pflichtimpfungen, wie beispielsweise die Geflügelpest, nötig.
Im Anschluss an die Besichtigung der Bodenhaltungsställe wurde im Eiersortierraum angeregt weiter diskutiert. Der Landwirt Bartels, Vertreter des Landvolks und die Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen empfanden diesen Nachmittag als sehr gelungen und haben viele positive Eindrücke und das ein oder andere Ei bzw. Suppenhuhn mit genommen.
20.11.2012
Erleichterung und mehr Rechtssicherheit
Die am 1. November 2012 in Kraft getretene novellierte Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) bringt Erleichterungen und mehr Rechtssicherheit für die Landwirtschaft. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) erläutert, wird die Anbringung von amtlichen Kennzeichen bei Traktoren erleichtert und die Rechtssicherheit bei Betriebserlaubnis-Freiheit älterer Anhänger und Arbeitsgeräte erhöht. Geplante Verschärfungen bei der Anbringung von Wiederholungskennzeichen konnten erfolgreich abgewendet werden. Angehängte Arbeitsgeräte brauchen weiterhin keine Kennzeichen zu führen. Werden die Kennzeichen des ziehenden Fahrzeugs verdeckt, wird die Anbringung von Wiederholungskennzeichen an den Arbeitsgeräten „empfohlen“.
Die in Kraft getretenen Erleichterungen bei der Anbringung von amtlichen Kennzeichen an land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen betreffen Traktoren von mehr als 40 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit. Die wahlweise Verwendung der "kleinen zweizeiligen" oder "großen einzeiligen" Kennzeichen bei Traktoren war bisher nur auf dem Ausnahmewege möglich. Seit dem 1. November besteht bei allen Traktoren die Wahlmöglichkeit bei den Kennzeichengrößen ohne jegliche Ausnahmegenehmigungen.
Mehr Rechtssicherheit bringt die novellierte FZV für zulassungsfreie Anhänger vor dem Baujahr 1. Juli 1961 und land- oder forstwirtschaftliche angehängte Arbeitsgeräte über 3 t zulässige Gesamtmasse vor dem Baujahr 1. April 1976. Sie brauchen keine Betriebserlaubnis. Dies war zwar auch bislang bereits der Fall, aber in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) seit 1. März 2007 nicht mehr vorgesehen und nur über ein zwischenzeitliches Schreiben des Bundesverkehrsministeriums so geregelt.
14.11.2012
Demonstration in Hannovers Innenstadt
Unter dem Slogan „Wir haben es satt!“ ruft das Landesnetzwerk der Tier- und Umweltschutzverbände sowie Bürgerinitiativen am 10.11.2012 zur Demonstration auf. Bauernhöfe statt Agrarfabriken lautet die Hauptforderung, die der Sprecher Michael Hettwer vom Aktionsbündnis vorbringt.
Viele dieser Forderungen sind für unsere bäuerlichen Familienbetriebe von Nachteil. Deshalb und aufgrund der unsachlichen Kritik, die aus dieser Richtung immer wieder gegenüber der Landvolkarbeit geäußert wird, unterstützen wir diese Demonstration nicht und rufen auch nicht zur Beteiligung auf.
08.11.2012
„Mit uns haben Sie gut essen“
Unsere Imagekampagne für die moderne Tierhaltung zur EuroTier 2012
Die Verbraucher entfremden sich immer mehr von der Landwirtschaft.
Zum Thema Landwirtschaft hat jeder eine Meinung, weil jeder die Produkte täglich nutzt. Wirklich Ahnung von der Sache hat aber nur wenige.
Viele sind per se gegen die moderne Tierhaltung, dabei haben sich die wenigsten vor Ort über die Haltungsformen informiert und je einen Stall von innen gesehen.
Wir müssen Aufklärungsarbeit betreiben, um wieder mehr Verständnis und Vertrauen für die innovative deutsche Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung zu erwecken und Misstrauen abzubauen.
Jedoch nicht mit Bauernhofidyll, sondern mit realistischen Darstellungen.
Aus diesem Grund schalten wir, der Landvolkkreisverband Hannover, zur Zeit der EuroTier (vom 13.11.-16.11.2012) in Hannovers Straßenbahnen Werbespots mit dem Slogan:
„Mit uns haben Sie gut essen – Ihre Bauern in der Region Hannover“.
Die Motive zeigen Landwirt(innen) aus der Region Hannover in Ihrem modernen Geflügel-, Kuh- und Schweinestall.
Das Tierwohl steht für unsere Landwirt(innen) an oberster Stelle, ganz unabhängig von der Anzahl der Tiere im Stall.
Unsere Landwirtschaft wird nur dann eine Zukunft haben, wenn Sie von der Gesellschaft akzeptiert und mitgetragen wird.
Daran müssen wir arbeiten und uns für das Image der Landwirtschaft engagieren.
07.11.2012
Keine Gülle oder Gärreste nach Mais im Herbst ausbringen!
Gemäß der Düngeverordnung dürfen nach der Ernte der letzten Hauptfrüchte Gülle oder Gärreste, sowie flüssige, organische Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem Stickstoff und auch Geflügelkot, nur bis zur Höhe von max. 80 kg/ha Gesamt-N oder 40 kg/ha NH4-N eingesetzt werden, wenn hierfür ein Düngebedarf besteht.
Der Gesetzgeber hat vor Kurzem noch einmal klargestellt, dass nach spät räumenden Hackfrüchten (z.B. nach Mais, Kartoffeln, Gemüse), aber auch nach Raps und nach Körnerleguminosen (Erbsen, Bohnen, u.a.) im Herbst kein Düngebedarf besteht, egal was noch vor Winter gesät wird.
Folgende Praxisbeispiele sind demnach nicht mehr erlaubt:
Verboten: Gülledüngung nach Silomais/Kartoffeln zu nachfolgendem Wintergetreide
Verboten: Gärrestdüngung nach Silomais zu Wintergetreide oder Untersaaten
Verboten: Trockenkotdüngung nach Rüben zu Wintergetreide
Bei einem Verstoß gegen die Vorschriften kann es zu einer „Cross-Compliance-bedingter“ Betriebsprämienkürzung von mindestens 3% kommen.
Denken Sie daran, dass in Ihren Schlagkarteien nicht („versehentlich“) Dokumentationen von Wirtschaftsdüngergaben nach den o.g. Früchten gemacht werden.
Insbesondere Betriebe, die Gärreste im Sommer und Herbst aufnehmen und auch selbst noch Viehhaltung haben, sollten genau prüfen, wo diese Mengen und ihre eigene Gülle wirklich „untergebracht“ werden.
Prüfen Sie folgende Fragen:
Welche Nährstoffgehalte stehen im Lieferschein und welche Mengen stehen in der Schlagkartei nach welchen Hauptfrüchten. Da wird es sehr schnell, sehr eng mit dem Flächennachweis.
30.10.2012
Gererationswechsel Seminar
Das am 25.10.2012 in Osterwald vom Landvolkkreisverband Hannover angebotene Seminar zum Thema Hoffolge erfreute sich wieder großer Beliebtheit.
Bereits zu Beginn wurden die 34 Seminarteilnehmer durch eine kurze Vorstellungsrunde aktiv eingebunden.
Justitiar Torsten Schöne erläuterte die Themenbereiche Alterssicherung und Elternunterhalt anhand von vielen Fallbeispielen.
Wer ist alterssicherungspflichtig? Was ist beispielsweise bei der Eheschließung eines alterssicherungspflichtigen Landwirtes mit einer Angestellten zu beachten? Auf diese und weitere Fragen wurde eingegangen.
Das allgemeine Erbrecht und das Höferecht stellte Rechtsanwalt und Geschäftsführer Dr. Carl Dohme anschaulich vor. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit dem Part Steuerrecht, vorgetragen durch den Steuerberater Christoph Zedler von der LVHN.
„Durch dieses Seminar haben wir die Möglichkeit, wichtige Informationen zur Hoffolge zu erhalten. Hier wird uns praxisnah verdeutlicht, worauf wir achten müssen.“ so Friedhelm und Philip Köhler aus Wassel und Monika, Hartwig und Henning Brandes aus Arpke
Wenn Sie Bedarf an einer auf Sie abgestimmten Beratung haben, dann melden Sie sich bitte in unserer Geschäftsstelle. Wir beraten Sie gern!
29.10.2012
Bester Milchviehbetrieb kommt aus Neustadt
Die "Goldene Olga" für den besten niedersächsischen Milchviehhalter geht in diesem Jahr nach Neustadt am Rübenberge. Cara und Sven Klingemann, die ihren Hof im Ortsteil Schneeren bewirtschaften, nahmen am Mittwoch in Bad Zwischenahn (Ammerland) 3.500 Euro Preisgeld und das goldene Rindvieh in Empfang. Herr Blume, der Vorsitzende vom Landvolkkreisverband Hannover, gratulierte den überraschten Preisträgern aus freute sich mit Familie Klingemann.
Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft zeichnet jedes Jahr die besten der 11.200 Betriebe im Land aus. Sie werden nach verschiedenen Kriterien begutachtet.
Für den zweiten Platz erhielt Landwirt Marvin Campe aus Staffhorst (Landkreis Diepholz) die "Silberne Olga 2012" und 2.000 Euro. Dritter wurde Stephan Specker-Dünhöft aus Rhede im Emsland, er durfte 1.500 Euro mitnehmen. Die besten 20 des Wettbewerbs können ihren Hof mit einem Auszeichnungsschild schmücken. Pro Jahr gehen nach Angaben der Landesvereinigung bis zu 200 Bewerbungen um die "Goldene Olga" ein. Bewertet werden unter anderem Fütterung, Tierhaltung und Tiergesundheit, das Betriebsergebnis und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.
25.10.2012
Die Region Hannover empfängt die Erntekrone
Viele fleißige Hände, in diesem Jahr die von den Landfrauenvereinen aus dem Kreisverband Burgdorf, haben wieder eine Regionserntekrone gebunden.
Das Schmuckstück entstand auf dem Hof der Vorsitzenden der Landfrauen, Karin Buchholz, in Burgdorf-Otze.
Bereits am 23. September auf dem Regionserntefest in Lehrte wurde die Erntekrone offiziell dem Regionspräsidenten Herrn Jagau übergeben.
Am Montag den 08. Oktober wurde die Erntekrone von den Burgdorfer Landfrauen und dem Landvolkkreisverband Hannover in das Regionshaus gebracht und von der stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther in Empfang genommen.
Den Platz im Eingangsbereich des Regionshauses wird die Erntekrone für die nächsten 12 Monate einnehmen.
10.10.2012
LKW-Führerschein ab 2013 erst mit 21 Jahren möglich
Wer überlegt den LKW-Führerschein zu erwerben und zwischen 18 und 21 Jahren alt ist, sollte sich mit dem Führerscheinantrag beeilen. Der Grund dafür ist die dritte EU-Führerscheinrichtlinie, die ab dem 19. Januar 2013 in Kraft tritt. Zu diesem Termin wird das Mindestalter für den Erwerb des Führerscheins C/CE auf 21 Jahre angehoben. Bislang konnte man den LKW-Führerschein generell ab 18 Jahren machen und beispielsweise im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb oder im Rahmen der Nachbarschaftshilfe fahren.
02.10.2012
Betriebshelfer gesucht
Durch den Wegfall der Wehrpflicht stehen nicht mehr genügend Zivildienstleistenden als Betriebshelfer zur Verfügung. Sind Ihnen Interessenten für die interessante und abwechslungsreiche Aufgabe als Betriebshelfer bekannt? Dann helfen Sie bitte bei der Vermittlung und melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle.
02.10.2012
Keine Versicherungspflicht für Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen
Ausnahme im Pflichtversicherungsgesetz für die Landwirtschaft bis 2014 verlängert.
Der Bundesrat hat am 21.09.2012 dem Gesetz zur Reform des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes zugestimmt. Das Gesetz sieht auch eine Verlängerung der Ausnahme für landwirtschaftliche Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen vom Pflichtversicherungsgesetz um zwei Jahre bis 2014 vor. Dies hatte der Deutsche Bauernverband (DBV) gefordert. Landwirtschaftliche Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen können damit weiterhin in bewährter Weise über die Betriebshaftpflichtversicherung versichert werden, was in der Regel einfacher und günstiger als im Rahmen einer Pflichtversicherung möglich ist.
Der DBV hatte sich bereits Ende 2007 erfolgreich gegen die Abschaffung der Ausnahme im Pflichtversicherungsgesetz für landwirtschaftliche Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen eingesetzt. Die Ausnahme wurde damals um fünf Jahre verlängert, nun nochmals um zwei Jahre. Der Bauernverband hatte damals wie heute zu bedenken gegeben, dass eine neue Versicherungspflicht für landwirtschaftliche Anhänger und Arbeitsmaschinen eine unnötige finanzielle und bürokratische Belastung darstelle, die mit keinem Nutzen für die Allgemeinheit verbunden ist. Die Einführung der Pflichtversicherung für diese Fahrzeuge hätte Mehrkosten von mindestens 20 Millionen Euro pro Jahr für die Land- und Forstwirtschaft bedeutet. Ziel des DBV bleibt eine Entfristung der Regelung, um eine dauerhafte Ausnahme von der Pflichtversicherung zu erreichen.
27.09.2012
Besucherandrang auf dem Regionserntefest in Lehrte
Gutes Wetter und viele interessante Angebote Rund um die Landwirtschaft, frische Produkte, Aufführungen und attraktive Verkaufsstände erwiesen sich am Sonntag den 23.09.2012 als Zuschauermagnet. Tausende Besucher strömten auf den Nöhrenhof. So war bereits zum Gottesdienst mit rund 450 Besuchern der Hof gefüllt. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde die Erntekrone durch den Landvolkkreisverband Hannover und die Burgdorfer Landfrauen feierlich an den Regionspräsidenten übergeben.
Viele nutzten den schönen Tag für einen Familienausflug, denn besonders für die kleinen Gäste wurde viel geboten. Aber auch an Fachinformationen mangelte es nicht. So konnten sich Interessierte am Stand der Landfrauen eine alte Rapsmühle anschauen und sich über das Thema Lebensmittelverschwendung informieren. Am Stand des Landvolkkreisverbandes wurde intensiv über Landwirtschaft diskutiert und die Kinder lernten durch die Fragen am Glücksrad viel zum Thema Landwirtschaft dazu. Auch die Treckerfahrten durch die Apfelplantagen waren heiß begehrt.
27.09.2012
Schulbücher - melden Sie uns problematische Darstellungen moderner Landwirtschaft
In Schulbüchern zeichnen Texte über die moderne Landwirtschaft aus fachlicher Sicht selten ein realistisches Bild. Häufig ist die Darstellung realitätsfern bis katastrophal oder schlicht lausig recherchiert. Wir bemühen uns hierbei fortlaufend um Veränderungen.
Da die Anzahl der Schulbücher in den verschiedenen Fächern, Klassen und Schulformen jedoch unüberschaubar ist, sind wir dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen: Bitte informieren Sie uns, wenn Ihnen Texte mit einer problematischen Darstellung der modernen Landwirtschaft auffallen, z.B. in den Schulbüchern Ihrer Kinder.
Bitte kopieren oder scannen Sie die entsprechenden Seiten und am besten auch die Seiten mit den Angaben zu Titel, Herausgeber, Schulfach, Klasse, Schulform und ISBN-Nummer des Buches. Denn ohne diese Angaben können wir nicht gezielt bei Ministerium oder Verlag nachhaken.
Dabei geht es neben Büchern in den Fächern Biologie und Erdkunde auch um die Fächer Deutsch und für das Thema Hauswirtschaft Gesundheit und Soziales etc.
Ihre Informationen senden Sie bitte an unsere Bildungsreferentin Christine Kolle (Fax: 05 11 / 3 67 04-68 oder Christine.kolle@landvolk.org).
Schulbuchprüfungen durch die i.m.a
Die im Wesentlichen von den Landesbauernverbänden finanzierte i.m.a. (information.medien.agrar) läßt seit einigen Monaten regelmäßig Schulbücher auf deren Vereinbarkeit mit den Vorgaben der Kultusministerien (u.a. Curricula, Vermittlung von Kompetenzen) für den Schulischen Unterricht überprüfen.
Unter der Maßgabe, dass diese Vorgaben von einem Schulbuch erfüllt werden müssen, werden die Schulbücher vom zuständigen Kultusministerium überprüft und genehmigt, wobei man allerdings seitens der KuMi‘n Wert darauf legt, keine „Zensur“ gegenüber den Verlagen auszuüben.
U.a. in der Landwirtschaft werden jedoch immer wieder einseitige Darstellungen und Aufgaben- oder Fragestellungen in Schulbüchern beklagt, die den Schülern eben nicht eine von den Curricula vorgegebene unbeeinflusste unvoreingenommene Beurteilung und Bewertung ermöglichen, sondern diese schon vorgeben.
Die i.m.a. stellt inzwischen jeden Monat ein Schulbuch hinsichtlich der Aussagen und Darstellung zur Landwirtschaft auf den Prüfstand und veröffentlicht das Ergebnis im Internet unter:
http://www.ima-agrar.de/Gelesen-und-getestet.55.0.html
In allen Schulbuchbesprechungen finden Sie Hinweise auf die Anforderungen, die ein Schulbuch erfüllen sollte.
Schauen Sie mal rein.
25.09.2012
Satirische Gedanken eines Landwirtes
Einige Mitglieder des Landvolkbezirksverbandes Barsinghausen waren am Dienstagabend Zeugen einer denkwürdigen Veranstaltung der SPD Barsinghausen zum Thema „Müssen wir essen, was auf den Tisch kommt?“ und erhofften sich eine Antwort auf die ungestellte Frage „Dürfen wir produzieren, was über den Scanner gezogen wird?“ Leider wurde auf beide Fragen keine eindeutige Antwort gegeben.
In der Waschkaue versammelten sich etwa 100, von missgünstigen Landwirten geplagte Verbraucher und zwei Politiker, die sich Ihrer Sorgen annehmen wollten. Die Spitze der deutschen Agrarpolitik gab sich die Ehre um uns zu demonstrieren, dass all unsere Ängste und Nöte berechtigt und vor allem aber bei Ihnen gut aufgehoben sind. Besser zumindest als bei der Konkurrenz. Dieses ambitionierte Anliegen wurde äußerst engagiert angegangen und kompromisslos umgesetzt.
Präsentiert wurde auf der einen Seite Frau ..., gelernte Sprechblase und führendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundestages. Frau ... unternahm den übernatürlichen Versuch mit drei Stichworten (Information, Aufklärung, freie Wahl) mindestens 1500 Nebensätze zu bilden, und diese zudem noch ohne jeglichen inhaltlichen Bezug aneinanderzureihen. Dieser Versuch glückte eindrucksvoll und dürfte als Sprechblasenparadoxon in die Literaturgeschichte eingehen. Frau ... redete sich vor allem in ihrem Schlussunwort dermaßen in Rage (andere sagen um Kopf und Kragen), dass die Stadt Barsinghausen kurz vor einer existentiellen Nahrungsmittelkrise stand. Große Teile der heimischen Kohlenhydratproduzenten drohten in einen 100jährigen Schlaf zu fallen.
Auf der anderen Seite präsentierte, feierte und huldigte sich Genosse ... Dieser Abgeordnete ist seineszeichens umweltpolitischer Sprecher der SPD, ein Amt dass er sicherlich ob seiner Gabe zur unvoreingenommenen, kritischen aber objektiven Auseinandersetzungen mit den Problemen dieses Planeten verdient hat. Herr ... beging in seinen Beiträgen den Fehler, deutlich stärker als Frau ... auf subtile Vorwürfe und Behauptungen als auf Füllworte zu setzen. Dies führte mitunter dazu, dass Zuhörer versuchten seinen Worten einen Sinn zu entlocken, was nicht beabsichtigt und aufgrund Ihres mangelnden Intellektes auch nicht von Erfolg gekrönt war. Es gelang Herrn ... aber trotz alledem, durch selektive Definition von Wahrheit und ein feines Gespür für die leichte Erregbarkeit und das geringe Differenzierungsvermögen der Zuhörerschaft eine gewisse Aufmerksamkeit zu erlangen. Herr ... erläuterte eindrucksvoll und wiederholt, dass wir im Bereich der Ernährung erst dann zur Revolution kommen, wenn wir das Thema „nordkurventauglich“ kommunizieren. Es kann ihm nicht hoch genug angerechnet werden, dass er alle Energie in diesen Versuch investierte.
Beide Protagonisten einigten sich relativ schnell darauf, dass die vereinigte Stimmenbeschaffungs-gemeinschaft aufgefordert werden müsse, sich zusammenzurotten und Druck auf die Politik, also sich selbst (diesen Teil habe ich auch nicht ganz verstanden) auszuüben, um diese dann wiederum dazu zu drängen doch mal etwas zu ändern. Unklar blieb vor allem, was warum und vor allem wie geändert werden müsste. Rom wurde ja allerdings auch nicht an einem Tag erbaut, erzählt man sich.
Es gilt festzuhalten dass das Wahlvolk heutzutage äußerst undankbar ist. Die wenigen Sprechpausen wurden vom Publikum genutzt um den legislativen Gesellen klarzumachen, dass man bei der Agrarrevolution nun wirklich nicht auf den Verbraucher zählen dürfe, da dieser ja naturgemäß ständig mit verbrauchen beschäftigt ist. Die Politiker würden nun mal eben dafür gewählt uns vorzuschreiben, was wir freiwillig im Leben nicht unterstützen würden: gerechte, unsubventionierte, fleischfreie, nachhaltige, auskömmliche, kleinbäuerliche, bezahlbare, glückliche und unsichtbare Landwirtschaft für alle.
So drohte auch diese Auseinandersetzung zwischen Souverän und Untertanen zu eskalieren, hätte man nicht im letzten Moment die Reißleine gezogen und einvernehmlich eine Weltformel für die Missstände auf unserem Teller ausgemacht. Es sind die Schwarzen, die Gelben und vor allem der Bauernverband, die der Rettung des deutschen Gewissens im Wege stehen, indem Sie wie ein Parasit an den Volksvertretern saugen und aufgrund einer naturgegebener Knechtschaft für Wiesenhof und Monsanto den Weg in die Seligkeit blockieren.
Wir wurden den Eindruck nicht los, als würde der gemeine Landwirt mit seiner unerklärlichen Sturheit, seiner Weigerung sich mit Handhacke und Eggenzügen ins Feld zu stellen um der Distel beim Wachsen zuzusehen, vor allem dem unbeschwerten Wege zu Berliner Mid-Work Partys im selben stehen und damit das Abgeordnetendasein unverschämt anstrengend gestalten.
Irgendwann muss jemand bei Frau ... den Ökostromstecker gezogen haben, ansonsten würde Sie uns noch immer unermüdlich mit Nebensätzen bombardieren. Es ist ein Jammer: Wir hatten uns gerade sehr an das undifferenzierte Weichspülen gewöhnt und wurden viel zu früh geschieden. Wir Landwirte sollten dankbar sein, dass wir mit unseren Sorgen eine derartige Anteilnahme erleben.
21.09.2012
Windenergie – die gesamte Wertschöpfungskette nutzen!
Die Folgen der Katastrophe von Fukushima und der daraus resultierende schnelle Ausstieg aus der Atomenergie wird auch die Bevölkerung in der Region Hannover zu spüren bekommen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, allen voran der Windenergie ist beschlossene Sache. Durch die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) 2015, in dem mögliche neue Windparks ausschließlich festgelegt werden, bemühen sich zahlreiche Unternehmen derzeit darum, das Nutzungsrecht potentieller Windeignungsgebiete von den Grundeigentümern zu pachten. Viele Windnutzungsverträge, sowohl seriöse als auch unseriöse, sind seitdem im Umlauf. Der Konkurrenzdruck in diesem Markt ist enorm hoch und die Nutzungsverträge der unterschiedlichen Unternehmen bedürfen genauer Prüfung.
Eines darf dabei nicht in Vergessenheit geraten:
Die Grundvoraussetzung bei der Windenergiegewinnung ist der Grundeigentümer.
Nur mit seiner Fläche und seinem Einverständnis ist diese Energienutzung überhaupt möglich. Der Landvolkkreisverband möchte deshalb möglichst viele betroffene Grundeigentümer in die Lage versetzen, an allen Planungsschritten zu partizipieren. Damit die gesamte Wertschöpfungskette den örtlich betroffenen Personen, wie den Grundeigentümern, den Bürgern, örtlichen Energiegenossenschaften, der Kommune oder auch den Stadtwerken erhalten bleibt.
Durch eine Kooperation mit der Reon AG, einem mittelständigen Windparkplaner und -Betreiber, hat der Landvolkverband seine Kompetenzen im juristischen-, steuerlichen- und Interessensvertretungsbereich um eine planungsfachliche Kompetenz erweitert. Wir sind nunmehr in der Lage, die Entstehung eines Windparks von der ersten Idee bis zu seinem Betrieb fachlich zu begleiten. Wir stehen den betroffenen Grundeigentümern oder auch geneigten Kommunen gern für weitere Informationen zur Verfügung. Erste Informationsveranstaltungen haben bereits stattgefunden.
„Wir, der Landvolkkreisverband Hannover, möchten als Interessensvertretung der Landwirte die Wertschöpfung der Windenergie bei den Landwirten halten und vermeiden, dass lediglich wenige, womöglich nicht aus der Region stammende, Kapitalgesellschaften hiervon profitieren“ so der Geschäftsführer Dr. Carl Dohme auf einer Informationsveranstaltung in Eldagsen.
17.09.2012
Stallbesichtigung zum Thema Tierschutzplan
Deutliche Irritationen hatte es zu dem Erlass vom 27. Juni bezüglich der die Liegefläche umgebenden Fläche in der Einzelhaltung von Sauen im Abferkelbereich und Deckzentrum gegeben. Dort sollte im ersten Entwurf ein Perforationsgrad von 15 Prozent vorgeschrieben werden. Die Kritik der landwirtschaftlichen Organisationen wie Landvolk, Landwirtschaftskammer oder ISN wegen der mangelnden Praxistauglichkeit dieser Vorgabe war deutlich und wurde nach einem intensiven Dialog mit den entsprechenden Fachabteilungen vom niedersächsischen Ministerium mit dem neuen Erlass auch aufgegriffen: Nun kann diese Teilfläche gemäß § 22 Tierschutz-NutztierhaltungsVO den zum Durchfallen von Restfutter und zum Durchtreten bzw. Abfließen von Ausscheidungen "in der Praxis üblichen Perforationsgrad" haben, heißt es in dem überarbeiteten niedersächsischen Erlass.
Nur durch einen engen Austausch mit der Politik können praxisuntaugliche und existenzbedrohende Beschlüsse vermieden werden.
Aus diesem Grund laden wir Politiker der Region Hannover regelmäßig zu Stallbesichtigungen ein, so auch am 03. September auf dem Betrieb von Jürgen Langreder in Laderholz.
Nach gemeinsamer Abstimmung mit Herrn Große Macke und Herrn Dr. Deneke-Jöhrens haben wir die Mitglieder des Landtags der CDU und SPD daher zu einer Stallbesichtigung mit anschließender Diskussion zum Thema Liegenflächengestaltung im Sauenstall einladen.
Bei einer Stallbesichtigung in kleiner Runde standen die Konsequenzen des Tierschutzplans für die Sauenhalter unserer Region im Vordergrund.
Aufgrund des Agrarförderprogramms (AFP) hat Herr Langreder bereits in einem Teil der Abferkelställe den Schlitzanteil bei der Liegefläche auf 10 % reduziert. Ein anderer Teil der Abferkelställe ist mit Dreikantstahl ausgestattet.
Herr Langreder berichtet von seinen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Liegeflächenperforationen: „Der Dreikantstahl ist deutlich hygienischer. Kot, Futterreste und Milch fließen hier wesentlich besser ab, wodurch die Sauen hier weniger Euterentzündungen aufweisen als in dem Stall mit dem verringerten Schlitzanteil unter der Sau. Ich kann auch keine Verbesserung der Gesundheit der Sau auf der weniger perforierten Liegefläche feststellen, im Gegenteil, durch das höhere Risiko der Bakterieninfektionen ist hier sogar ein höherer Medikamenteneinsatz erforderlich.“
Neben der Liegeflächengestaltung wurden auch Themen wie Ferkelkastration und Schwänze kupieren diskutiert. Hierbei waren sich alle Beteiligten einig: wir brauchen ergebnisoffene Versuche um die Praxistauglichkeit möglicher neuer Beschlüsse im Vorhinein zu überprüfen.
11.09.2012
Die Vorbereitungen für das diesjährige Regionserntefest laufen auf vollen Touren
Bereits am vergangenen Dienstag haben sich die mehrere Landfrauenvereine aus dem Kreisverband Burgdorf zusammen gefunden, um gemeinsam die Erntekrone zu binden.
Auf den Hof von Karin Buchholz, der Landfrauenvorsitzenden für den Kreisverband Burgdorf, wurden fleißig die Ähren sortiert, als Erntekrone arrangiert und liebevoll dekoriert.
Im Rahmen des Regionserntefestes wird die Erntekrone im Anschluss an den Gottesdienst feierlich an den Regionspräsidenten überreicht.
Das unter dem Motto „Regionserntefest trifft Apfelfest“ stattfindende Fest, beginnt am 23. September 2012 um 10:00 Uhr auf dem Nöhrenhof in Lehrte.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!
07.09.2012
Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch
Die Bundestierärztekammer warnt davor, Schweinefleischprodukte aus Russland und der Ukraine nach Deutschland einzuführen. (BTK Berlin) Eine der gefährlichsten Tierseuchen ist auf dem Vormarsch: Die Afrikanische Schweinepest (ASP). 2007 in den Süden Russlands eingeschleppt, sorgt sie mit katastrophalen Ausbrüchen in immer kürzeren Intervallen für Schlagzeilen. Mit dem Seuchenschwerpunkt nordwestlich von Moskau bis hin zur lettischen Grenze und dem Ausbruch in der Ukraine am 31. Juli steht das Virus mittlerweile „vor den Toren“ zur EU. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Seuche nun im Norden über die baltischen Staaten nach Polen und Deutschland sowie im Süden über die Ukraine nach Rumänien und Österreich ausbreitet. Die Bundestierärztekammer warnt darum dringend davor, Schweinefleischprodukte wie Salami oder rohen Schinken mit nach Deutschland zu bringen. Zwar ist die Einfuhr von lebenden Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen nach Deutschland und in die Europäische Union momentan streng verboten, doch gibt es leider immer noch andere Ausbreitungswege für das Virus. „Eine besondere Gefahr geht dabei von PKW-Touristen oder LKW-Fahrern, die aus Russland oder der Ukraine kommen, aus. Wenn sie mitgebrachte Wurstabfälle oder Lebensmittelreste, die Schweinefleisch enthalten, auf Raststellen achtlos wegwerfen, können diese von Wildschweinen gefressen werde, die sich so infizieren“, erklärt Prof. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Ein Ausbruch der ASP würde für die Schweinehaltung in Deutschland katastrophale Folgen haben. Zur Bekämpfung der Seuche, die sich klinisch kaum von der klassischen Schweinepest unterscheidet, aber wesentlich dramatischer als diese verläuft, steht kein Impfstoff zur Verfügung. Infizierte Schweine verenden innerhalb einer Woche. Die einzige Möglichkeit der Bekämpfung ist das Keulen, also das Töten und unschädliche Beseitigen ganzer Tierbestände. „Das Problem dabei ist die große Widerstandsfähigkeit des Virus. Es kann in gekühltem Fleisch mehrere Wochen überleben und in gefrorenem Fleisch sogar jahrzehntelang“, so Mantel.
Die Pressemitteilung steht für Sie zum Download zur Verfügung unter www.bundestieraerztekammer.de
07.09.2012
Wirtschaftsdüngerausbringung
Die maximale Ausbringungsmenge von 80 kg Gesamt N aus Wirtschaftsdünger darf im Herbst nicht überschritten werden. Führen Sie sorgsam Ihre Schlagkartei.
Bei der Lagerung von Geflügelkot kommt es immer wieder zu Beanstandungen und Anzeigen durch besorgte Bürger. Vermeiden Sie ungünstige Lagerplätze in der Nähe von Wohnsiedlungen und Radwegen und achten Sie auf eine geruchsarme Ausbringung.
Bitte beachten Sie: In einigen Wasserschutzgebieten gilt bereits ab 15. September ein Ausbringungsverbot von Wirtschaftsdüngern.
Wir haben einen Leitfaden zum Einsatz von Wirtschaftsdüngern in der Landwirtschaft erstellt, den Sie bei Bedarf gerne an interessierte Bürger, Schulen etc. weiter geben dürfen.
Den Leitfaden erhalten Sie hier
22.08.2012
Teurere Brötchen durch knappes Getreide???
Die weltweit geringe Versorgungslage mit Getreide und Ölfrüchten hat in diesem Jahr ein höheres Preisniveau für Ernteerzeugnisse zur Folge.
Vielerorts wird aus diesem Grund schon von steigenden Brötchenpreisen gesprochen.
Das die Brötchenpreise aufgrund der geringen Versorgungslage mit Getreide steigen, dürfte jedoch kein Argument sein. Das Getreide macht lediglich vier Prozent des Brotpreises aus. Allein 66 Prozent beträgt der Anteil der Kosten für Lohn, Weiterverarbeitung, Energie, Handel und Steuern.
Für die Landwirte, die Getreide als Futter für die Veredelung einkaufen müssen, haben die hohen Getreidepreise jedoch höhere Futtermittelkosten zur Folge. Damit die Veredelung sich weiter rechnet, muss das Fleisch entsprechend besser vergütet werden.
17.08.2012
Die Getreideerträge liegen gebietsweise deutlich unter den Erwartungen
„Bei anhaltender guter Witterung rechnen wir damit, dass die Ernte Mitte nächster Woche zum größten Teil abgeschlossen wird, erst dann können wir endgültige Aussagen zur Ernte machen. Die regionalen Unterschiede erschweren diese Prognosen zusätzlich.“ So Heinrich Blume.
Die Getreideerntemengen bisher liegen, insbesondere beim Weizen, gebietsweise deutlich unter denen des Vorjahres betont der Landwirt aus Nordgoltern.
Thomas Hüper aus Empelde beispielsweise, schätzt seinen Weizenertrag um 20-30 % geringer als im Vorjahr ein. „Durch die Frostschäden sind die Bestände sehr lückig, das konnten auch Nachsaaten kaum kompensieren“ so Hüper.
17.08.2012
Harter Schlag gegen Anbieter teurer Internet-Branchenverzeichnisse
Viele Kleinunternehmer wie Landwirte bekommen seit Jahren regelmäßig unaufgefordert Schreiben zugeschickt, die auf den ersten Blick wie Schreiben einer Behörde oder der Telekom anmuten und den Anschein erwecken, man müsse lediglich die Richtigkeit seiner bereits voreingetragenen Daten mittels Unterschrift bestätigen. Nur wer das Kleingedruckte auf Vor- und Rückseite liest, dem offenbart sich der wahre Charakter derartiger Sendungen: Regelmäßig ist darin ein kostenpflichtiges Angebot versteckt, mit seinem Unternehmen für mindestens zwei Jahre und viel Geld in ein nutzloses Internet-Branchenverzeichnis aufgenommen zu werden.
Nun hat der Bundesgerichtshof vergangene Woche entschieden, dass die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter geregelte Kostenpflichtigkeit der Eintragung eine „überraschende Klausel“ darstellt und nicht Bestandteil des Vertrages wird. Selbst wenn ein Vertrag zustande gekommen ist, wird für den Eintrag im Branchenverzeichnis kein Entgelt fällig. Unternehmer dürfen die beharrlichen Zahlungsaufforderungen des „Dienstleisters“ getrost ignorieren. Wer schon gezahlt hat, sollte auf weitere Rechnungen nicht reagieren und sich ggf. rechtlich beraten lassen.
Der BGH hat geurteilt, dass derjenige, der einen unaufgefordert zugesandten Antrag auf Eintragung in ein Online - Branchenverzeichnis unterschreibt, nicht damit rechnen muss, dass er damit einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen hat, vor allem dann nicht, wenn die Klausel über die Kostenpflichtigkeit so in das Antragsformular eingefügt ist, dass sie nicht auffällt.
Mit dem Urteil des BGH dürfte die derzeit stark verbreitete Abzockmasche ihr vorläufiges Ende finden. Der beste Rat, um unannehmliche, im Zweifel kostspielige und nervenaufreibende Auseinandersetzungen zu vermeiden, ist immer noch der älteste: Lesen Sie sich Dokumente vor dem Unterschreiben sorgfältig durch! BGH Urteil vom 26. Juli.2012 Az. VII ZR 262/11.
31.07.2012
Ina König - Die Lebensretterin ist unser Mitglied
Der dreijährige Jannic stürzte in einen tiefen Schacht - seine Erzieherin und unser Mitglied Ina König sprang mutig hinterher. Gestern erhielt sie Rettungsmedaille.
Es war auf einem Waldspaziergang am Montag, 9. Juli, als der drei Jahre alte Jannic im Osterwald durch eine schlecht gesicherte Abdeckung in einen mehr als 20 Meter tiefen Lüftungsschacht eines alten Kohlebergwerks stürzt. Seine Kindergärtnerin zögert nach Augenzeugenberichten keine Sekunde, fordert die Kindergartenleiterin nur noch auf, die Feuerwehr zu rufen, und springt hinterher.
In 24 Meter Tiefe landet sie, wie der kleine Junge fast unverletzt, das Wasser am Grund bremst den Sturz. Aber eben in diesem eisigen Wasser, da sind sich später die Retter einig, hätte es der kleine Junge nicht allein ausgehalten. Die Kindergärtnerin aber sorgt dafür, dass er in einer winzigen Nische Platz findet, nicht aufgibt.
Zum "Wunder vom Osterberg" gehört, dass Jannic wie die Kindergärtnerin König nur leichte Verletzungen davonträgt: Schrammen und Beulen, Unterkühlung. Wenige Minuten später ist auch die selbstlose Retterin oben. "Es war verdammt kalt da unten", schilderte danach Höhlenretter Ossenkop die Situation: "Das Wasser hatte höchstens fünf bis sieben Grad."
Ministerpräsident McAllister selbst machte dann vor Wochenfrist den Vorschlag, die mutige Frau mit der Rettungsmedaille auszuzeichnen. Und er fuhr selbst nach Oldendorf. Und wohl nur, weil es sich jetzt nicht mehr vermeiden ließ, hat Ina König sich erstmals den Medien gestellt, etwas verschreckt gelächelt wegen des Ansturms, Medaille und Blumen entgegengenommen und kurz gesprochen über den Tag im Osterwald. Wie sie unten in der Tiefe sich selbst Mut zugesprochen hat, indem sie an ihre beiden eigenen Jungen dachte. Ehe Ina König dann den Journalisten den Rücken kehrt, bedankt sie sich noch ihrerseits bei der Feuerwehr für die rasche Hilfe.
31.07.2012
Nachruf auf Walter Zieseniß
Still nehmen Barsinghausens Bauernfamilien Abschied von Walter Zieseniß. Für viele ist er ein Wegbegleiter von Jugendzeiten an. Während seiner Ausbildung zum Landwirt fand Walter Zieseniß viele Freunde in der Landjugend, auch über die Grenzen von Barsinghausen hinaus. Aus seinem Studium zum Diplom-Agraringenieur in Osnabrück brachte er viele Innovationen in den Arbeitskreis junger Landwirte ein. In jungen Jahren übernahm Walter Zieseniß nach dem Tod seines Vaters die Verantwortung für den elterlichen Hof. Als Ortsvorsitzender des Landvolks in Nordgoltern, im Vorstand des Realverbandes, der Jagdgenossenschaft und der Flurbereinigung Goltern setzte er sich für die bäuerlichen Familienbetriebe ein.
Bei seinem Mitwirken in den Flurbereinigungen im Stadtgebiet Barsinghausen als Ratsherr und Bürgermeister stand für ihn stets der Ausgleich zwischen den Interessen von Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Natur und Erholung im Vordergrund.
Walter Zieseniß vertrat als Beiratsmitglied der Raiffeisen-Waren-genossenschaft Barsinghausen über die Raiffeisen-Haupt-genossenschaft Hannover bis zur Agravis-Raiffeisengruppe stets die Belange der BarsinghäuserLandwirte.
Als Geschäftsführer des Kirchlichen Dienstes auf dem Lande war ihm die Hilfe für in Not geratene bäuerliche Familien eines der wichtigsten Ziele.
Walter Zieseniß war mit Leib und Seele Bauer, die Landwirtschaft war seine Berufung.
Wir danken für die gemeinsame Zeit mit Walter Zieseniß.
30.07.2012
Sommerzeit ist Erntezeit
Die stabile Hochdruckwetterlage der vergangenen Tage bot gute Erntebedingungen, so dass ein Großteil der Landwirte aus der Region Hannover die Gersten- und Rapsernte abgeschlossen hat und in Kürze Roggen und Weizen dreschen wird. Auch auf dem Betrieb von Cord-Heinrich Schweer in Hülptingsen ist die Ernte in vollem Gange. Schweer bewirtschaftet einen für die Region Osthannover typischen Marktfruchtbetrieb. Hier baut der Landwirt zusammen mit seinen zwei Auszubildenden auf 140 ha Ackerfläche Speisekartoffeln, Getreide (schwerpunktmäßig Gerste und Roggen), Raps und Zuckerrüben an.
Mit der diesjährigen Gerstenernte ist Schweer zufrieden: „Die Beregnung konnte größere Ertragsausfälle durch die Frühsommertrockenheit verhindern. Auf meinem Betrieb kamen Auswinterungsschäden und Ährenknicken außerdem nicht so sehr zum Tragen, wie bei vielen meiner Berufskollegen“. Beim Raps rechnet Schweer mit durchschnittlichen bis leicht überdurchschnittlichen Erträgen, was insbesondere aufgrund des hohen Preisniveaus für Getreide und Ölfrüchte sehr positiv für die Landwirte ist. „Wir Ackerbauern freuen uns über das hohe Preisniveau für unsere Ernte. Für die Landwirte, die Getreide als Futter für die Veredelung einkaufen müssen, haben die hohen Getreidepreise jedoch höhere Futtermittelkosten zur Folge. Damit die Veredelung sich weiter rechnet, müsste das Fleisch entsprechend besser vergütet werden“.
Die aktuell höheren Preise resultieren aus der weltweit geringen Versorgungslage mit Getreide und Ölfrüchten. Durch die aktuelle Dürre in den USA und die starken Auswinterungsschäden, die in diesem Winter vor allem die Ukraine, Russland, Polen und auch Deutschland trafen, ist weltweit mit einer verhältnismäßig geringeren Getreideernte zu rechnen.
27.07.2012
Rücksichtnahme im Straßenverkehr
Endlich sind die Witterungsbedingungen konstant gut und überall werden Gerste, Raps und bald auch Weizen gedroschen.
Natürlich ist dies für uns Landwirte eine stressige Zeit, schließlich lässt der nächste Regen meist nicht lange auf sich warten. Trotzdem darf die Rücksichtnahme im Straßenverkehr nicht zu kurz kommen. In Niedersachsen haben die Sommerferien begonnen und viele Familien kreuzen mit dem Auto, Fahrrad oder auch zu Fuß unsere Wege.
Unsere großen Maschienen können Passanten ängstigen. Besonders, wenn wir schnell fahren. Daher ist es wichtig, die Geschwindigkeit zu drosseln und mit den Schleppern und Dreschern achtsam vorbeizufahren.
Vielleicht bleibt für interessierte Passanten sogar noch eine Minute Zeit, um die Ernte der jeweiligen Kultur kurz zu erläutern?
So einfach kann die effektive Öffentlichkeitsarbeit direkt bei Ihnen auf dem Betrieb aussehen.
Sich selbst und vielen weiteren Berufskollegen helfen Sie so, die Landwirtschaft wieder in ein positiveres Licht zu rücken.
24.07.2012
Landwirte brauchen auch zukünftig qualitativ hochwertiges Saatgut
Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt ausdrücklich das vom Europäischen Gerichtshof gefällte Urteil zur Zulassung und dem Handel von Saatgut. DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born hob dazu im Deutschlandradio hervor, dass das Saatgut eines der wichtigsten Betriebsmittel für den wirtschaftlichen Erfolg der Bauern darstelle. Landwirte müssten sich auf die hohe Qualität des Saatgutes weiterhin verlassen können, um Rohstoffe in bester Beschaffenheit und ausreichender Quantität produzieren zu können. Da man die Eigenschaften etwa eines Getreidekorns jedoch von außen nicht erkennen könne, sei es positiv, dass der EuGH das bestehende amtliche Zulassungsverfahren nicht in Frage gestellt habe.
Daneben habe für die Landwirte natürlich die Sortenvielfalt eine hohe Bedeutung. Diese sei in Deutschland durch die bestehende breit aufgestellte mittelständische Züchtungslandschaft gewährleistet. Der EuGH habe folgerichtig entschieden, dass das Recht von Landwirten und Züchtern, auch weniger bekannte alte Sorten, sog. "Erhaltungssorten", anzubauen und weiterzuzüchten, nicht eingeschränkt werden dürfe. Dies ist in Deutschland bereits seit 2009 durch die Erhaltungssortenverordnung garantiert.
17.07.2012
Feldrundfahrt durch das Gebiet des Flurbereinigungsverfahrens Landringhausen
Am Freitag, dem 6. Juli folgten fast 30 Landwirte der Einladung von Arnd von Hugo. Der Bezirksverbandsvorsitzende von Barsinghausen hatte zu einer Feldrundfahrt durch das Gebiet des Flurbereinigungsverfahrens Landringhausen eingeladen.
Vom Anhänger aus erklärte und zeigte Wilfried Warneke den interessierten Landwirten die Landschaftsänderungen durch das Flurbereinigungsverfahren.
Nach ca. zwei Stunden Fahrt, glücklicherweise ohne Schauer, endete die Feldrundfahrt wieder am Ausgangspunkt, der Biogasanlage Landringhausen.
Jan Hendrik Warneke führte im Anschluss über die 256 kW Biogasanlage.
Die von den Landwirten Arndt Haller, Cord Blume und Jan Warneke betriebene Anlage befindet sich im Wasserschutzgebiet und setzt mit einer eigenen Regenwasseraufbereitungsanlage neue Maßstäbe.
Im benachbarten Schweinestall (einem geschlossenem System) wird außerdem die Abwärme effektiv genutzt.
Selbstverständlich durfte auch der gesellige Part nicht zu kurz kommen. Im Anschluss wurden daher beim gemeinsamen Grillen die gesammelten Eindrücke diskutiert.
10.06.2012
Joachim Rukwied ist der neue Bauernpräsident
Im oberbayerischen Fürstenfeldbruck wurde Joachim Rukwied mit 95,4 Prozent der Stimmen von knapp 600 Delegierten zum neuen Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gewählt.
Ebenso wie Gerd Sonnenleitner, der das Amt nach 15 Jahren abgibt, ist Joachim Rukwied selber Landwirt. Er übernahm 1994 den elterlichen Hof bei Heilbronn und baut auf 290 Hektar Ackerland Getreide, Zuckerrüben, Raps, Körnermais und Kohl an. Außerdem zählen acht Hektar Weinberge zu seinem Betrieb.
Seit 2006 ist er Präsident des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg.
Rukwieds Ziel ist es, in der Öffentlichkeit künftig ein modernes Bild der Landwirtschaft zu vermitteln.
29.06.2012
Tag des offenen Hofes - Landwirtschaft zum anfassen
Sonnenschein und tolle Attraktionen lockten zahlreiche Besucher in der Region Hannover auf die Höfe. Die Betriebe Niemeyer in Mardorf, Seeßelberg-Buresch's Gut Erichshof in Everloh, Heuer in Fuhrberg und Büchtmann in Thönse boten ein informatives, spannendes und zugleich unterhaltsames Programm für die ganze Familie.
Je nach Betriebsschwerpunkt drehte sich alles rund um die Milchviehhaltung und Milchgewinnung sowie die Biogasproduktion oder um Sonderkulturen wie Spargel und Erdbeeren. Einblicke in den Ackerbau konnten bei den angebotenen Feldrundfahrten gewonnen werden.
„Der direkte Austausch mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern liegt uns Bauern am Herzen“, sagte Landvolk-Präsident Werner Hilse bei der Eröffnung des Tags des offenen Hofes. Mehr als 500.000 Besucherinnen und Besucher aus Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern nahmen die Einladung der 105 Höfe begeistert an. Überall durften die Landwirte auf die selbstverständliche Unterstützung der Dorfgemeinschaft bauen. Mit dem Tag des offenen Hofes wollen Landvolk und NDR 1 Niedersachsen mit Unterstützung vieler Organisationen im ländlichen Raum einen echten und unverwechselbaren Einblick in die heutige Landwirtschaft geben. Moderne und innovative Höfe zeigen, dass sie verantwortungsbewusst gegenüber Tier, Natur, Verbraucher und Mitarbeiter sind, dass sie Effizienz und Nachhaltigkeit unter einen Hut bekommen sowie den Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie schaffen. Das vielfältige Angebot der verschiedenen Betriebe zwischen Harz und Nordsee beweist gleichzeitig, dass die Landwirtschaft im Agrarland Niedersachsen fester Bestandteil des dörflichen Lebens ist.
18.06.2012
Zukunftsbild Region Hannover - machen Sie mit und nehmen Sie Einfluss!
Wie soll die Region Hannover im Jahr 2025 aussehen? Entscheidungen zur Freiraum-, Siedlungs- oder Verkehrsentwicklung haben direkten Einfluss auf die Lebensqualität in der Region. Um in den nächsten Jahren die richtigen Entscheidungen zu treffen, brauchen wir eine gemeinsame Vorstellung – ein Zukunftsbild der Region.
Vielleicht fragen Sie sich: Warum soll ich mich überhaupt beteiligen? Was passiert mit meinem Beitrag?
Das Zukunftsbild für das Regionale Raumordnungsprogramm setzt den Rahmen für die künftige Entwicklung.
Hier wird festgelegt, wie viel Fläche wofür verwendet werden soll (Bauland, Naturschutz, Windenergiestandorte etc.). Damit wird die Entwicklung für die Region für die nächsten 10 bis 15 Jahre entscheidend gesteuert.
Nur wenn Sie sich selbst einbringen, können Sie die Zukunft der Region auch beeinflussen.
Jeder Beitrag in dem Internetdialog der Region Hannover wird als Anregung aufgegriffen.
Kommentieren Sie oder wählen Sie ein Thema wie z.B. "Die nachhaltige Region: Freiraumschutz und Kulturlandschaften" oder "Sparsam mit der Fläche umgehen: Siedlungsentwicklung und Verkehr" und diskutieren sie bereits genannte Lösungsvorschläge oder machen Sie eigene Lösungsvorschläge.
Machen Sie mit und nehmen Sie Einfluss!
Hier gelangen Sie zu der Homepage Zukunftsbild Region Hannover
14.06.2012
Studie zum Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren
Wie schon berichtet, unterstützt unser Verband eine Studie der TiHo Hannover und der Uni Leipzig. Ziel der Studie ist es herauszufinden, wie häufig Nutztiere innerhalb eines Jahres mit Antibiotika behandelt werden. Weiterhin wird untersucht, ob es Unterschiede zwischen den Regionen Deutschlands oder bestimmten Haltungsformen gibt, und welche Antibiotika am häufigsten eingesetzt werden.
Die Daten werden entweder beim Landwirt selbst (Bestandsbuch) oder beim betreuenden Tierarzt (Abgabebelege) erhoben. Wichtig für Sie ist, dass alle Daten anonymisiert werden und es nicht darum geht „gut„ oder „böse“ zu bewerten - Datenschutz hat höchste Priorität!
Sie selbst erhalten nach Abschluss der Studie eine individuelle Auswertung, in der Ihr Antibiotikaeinsatz vergleichend mit den Ergebnissen aus Ihrem Landkreis sowie aus ganz Deutschland dargestellt wird. Unser Verband erhält, anonymisiert, einen Überblick über den Antibiotikaeinsatz in der Region Hannover – solche belastbaren Zahlen sind wichtig für unsere politische Arbeit und unterstützen uns in unserer
Argumentation. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Habermann oder direkt bei Frau Dr. Merle von der TiHo Tel. 0511-953 7970.
Eine zahlreiche Teilnahme zeigt unser Bemühen, das Thema Antibiotika konstruktiv zu begleiten. Der persönliche Aufwand hält sich mit ca. 10 Minuten in Grenzen. Also: Machen Sie bitte mit!
30.05.2012
Praktikumsleitfaden
Wir brauchen gute und interessierte Nachwuchskräfte in der Landwirtschaft.
Dafür ist es hilfreich, bereits frühzeitig auf den Beruf des Landwirtes aufmerksam zu machen.
Zum Beispiel indem Sie Schülerpraktikanten aufnehmen und diesen ein Bild von der Landwirtschaft vermitteln.
Um Sie dabei zu unterstützen, stellen wir Ihnen hiermit einen umfassenden Praktikumsleitfaden zur Verfügung.
Den Praktikumsleitfaden erhalten Sie hier
25.05.2012
Landvolk im Dialog
Wann bietet sich schon die Gelegenheit, direkt mit Werner Hilse, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes und Präsident des Landesbauernverbandes Landvolk Niedersachsen, in einer offenen Runde zu diskutieren?
Am 21.05., im Anschluss an die Vertreterversammlung des Landvolkkreisverbandes Hannover, gab es genau diese Möglichkeit.
"Landvolk im Dialog" lautete der passende Titel dieser Veranstaltung, bei der neben Werner Hilse auch Helmut Meyer, Jörn Johann Dwehues, Heinrich Blume, Tobias Göckeritz, Hans-Christian Hanisch und Dr. Holger Hennies die zahlreichen Fragen der interessierten Mitglieder beantworteten.
Viele Fragen kamen insbesondere zu den Themen GAP und Greening auf.
Herr Hilse betonte in diesem Zusammenhang, dass der Besuch vom EU Agrarkommisar Ciolos in der Region Hannover maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Ciolos sich ein gutes Bild von der Landwirtschaft im Raum Hannover machen konnte.
Auch die wachsende Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit und die Frage, wie wir den Verbraucher besser erreichen, war erneut ein heiß diskutiertes Thema. Aussagen wie "Wir mussen agieren statt nur zu reagieren" und "Wir Landwirte müssen mit unserem Fachwissen und unserer guten Ausbildung überzeugen und das Vertrauen der Verbraucher zurück gewinnen" trafen im gut gefüllten Saal auf große Zustimmung.
22.05.2012
... aber doch nicht in mein Futter!!!
Wiesen und Felder sind zur Nahrungsmittelerzeugung und Ernährung unserer Tiere da und nicht um als Hundetoilette zu dienen.
Hundekot verunreinigt Silage, Heu und Grünfutter und kann Krankheitserreger übertragen, die bei unseren Tieren Krankheiten und Totgeburten verursachen können.
Informieren Sie Hundebesitzer und weisen Sie mit der abgebildeten Tafel darauf hin. Sie erhalten die Hinweistafeln im DIN A3 Format in Kürze in unserer Geschäftsstelle in Ahlem und können diese gerne per mail an marx@lvkh.de vorbestellen.
16.05.2012
Informationsveranstaltung zur Schwermetallbelastung
Am 14.04.12 führten Herr Eggeling von der Region Hannover, Fachbereich Abfall/Boden-schutz, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Landvolkkreisverband Hannover eine Informationsveranstaltung zur Schwermetallbelastung der Leineaue in dem Bereich zwischen Seelze und Stöckendrebber durch.
Grundsätzlich kann als Ergebnis festgehalten werden, dass es in der Leineaue keine Probleme auf landwirtschaftlichen Flächen mit Schwermetallablagerungen gibt. Dennoch ist jeder Landwirt, der Nahrungsmittel und Futtermittel abgibt, verpflichtet, sich darüber kundig zu machen, ob seine Erzeugnisse die jeweiligen Grenzwerte einhalten.
Als Ansprechpartner stehen Ihnen hierfür Herr Eggeling vom Fachbereich Abfall/Boden-schutz der Region Hannover, Tel.: 0511-616-22791 und Herr Arens von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Hannover, Tel.: 0511-4005-2460 zur Verfügung.
Im Download-Bereich haben wir Ihnen die Merkblätter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen „Hinweise zur Bewirtschaftung von Überschwemmungsflächen in Niedersachsen“ und „Anbauempfehlung für schwermetallbelastete Böden zur Gewährleistung von Lebensmittel- und Futtermittelqualität“ eingestellt.
23.05.2012
Modell- und Pilotvorhaben zum Trinkwasserschutz
Aufbau eines niedersächsischen Referenzbetriebsnetzes für den Grundwasserschutz - Erhebung von Hoftorbilanzen innerhalb und außerhalb von Trinkwassergewinnungsgebieten.
N-Hoftorbilanzen werden in Trinkwassergewinnungsgebieten seit vielen Jahren erhoben und hier als Erfolgsindikator für die Wirksamkeit der Beratung sowie der flächenbezogenen Maßnahmen eingesetzt.
Um die Entwicklung der N-Hoftorbilanzüberschüsse in den Trinkwassergewinnungsgebieten bewerten zu können, ist es notwendig, die Entwicklung der N-Hoftorbilanzüberschüsse auch außerhalb der Trinkwassergewinnungsgebiete zu kennen. Die Ermittlung dieser Referenzwerte ist Ziel eines Projektes, dass vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beauftragt wurde und von der Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) bearbeitet wird.
Bei der Auswahl der möglichen Teilnehmer wurden folgende Auswahlkriterien zugrunde gelegt:
- ausschließliche Bewirtschaftung von Flächen außerhalb von Trinkwassergewinnungsgebieten sowie außerhalb der Wasserrahmenrichtlinien-Zielkulisse
- Betriebsgröße von mindestens 50 ha LF.
Mögliche Teilnehmer werden schriftlich kurz über das anstehende Projekt informiert und um die Erlaubnis zur Weitergabe von Name und Telefonnr. an den Projektbearbeiter von IGLU gebeten.
Wir unterstützen dieses Projekt und bitten Sie, an dem Projekt teilzunehmen und Ihre Daten für die Ermittlung der Hoftorbilanz bereitzustellen.
Sollten Sie direkt Fragen zum Projekt haben, können Sie sich gerne an den NLWKN, Herrn Dr. Markus Quirin, Tel. 0551/5070-453 oder an IGLU, Herrn Karl Könecke, Tel. 0551/54885-30 wenden.
09.05.2012
Rehabilitation in Polen
Kooperation mit der Reha-Klinik Szklarska Poręba (Schreiberhau)
Mit dem 01.03.2012 ist die Kooperationsvereinbarung mit der polnischen KRUSReha-Klinik in Szklarska Poręba (http://www.crrkrus.pl/) - im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien gelegen - wirksam geworden. Nunmehr können polnische Staatsbürger, die in der deutschen Unfallversicherung versichert sind und bei ihrer Tätigkeit einen Unfall erleiden, auf eigenen Wunsch in der genannten Kooperationsklinik stationär weiterbehandelt werden.Die Kooperationsklinik in Szklarska Poręba erfüllt die Anforderungen für die Zulassung als BGSW-Klinik und damit die hohen deutschen Qualitätsstandards. Die Einhaltung der Anforderungen und Qualitätsstandards wird durch den Landesverband Nordwest der DGUV und das BUK Hamburg, das für den Wissenstransfer zuständig ist, sichergestellt. Die DGUV wird demnächst für die Versicherten einen Flyer veröffentlichen, der über das Angebot informiert.Träger der Kooperation ist die zu diesem Zweck gegründete „DGUV Reha International GmbH“, ein Tochterunternehmen der DGUV, dessen Aufgabe die zügige Vermittlung der polnischen Rehabilitanden im Anschluss an die Akutversorgung in die Kooperationsklinik ist. Die Anmeldung auf Weiterbehandlung im Heimatland erfolgt telefonisch unter der Rufnummer 030 288763 788; weitergehende Informationen für polnische Rehabilitanden können über die Rufnummer 030 288763 789 eingeholt werden. Im Wege der Anmeldung übermittelt der zuständige UV-Träger der DGUV Reha International GmbH die persönlichen Daten und die Diagnose- und Behandlungsdaten des Rehabilitanden und benennt eine Kontaktperson im Akutkrankenhaus. Die DGUV Reha International GmbH gibt die Daten an die Kooperationsklinik weiter, die ihrerseits über die benannte Kontaktperson des behandelnden Akutkrankenhauses die Einzelheiten der Verlegung klärt. Sofern für die Verlegung ein Krankentransport erforderlich ist, wird hierfür eine Vergütung in Höhe von 1,30 EUR/km geleistet. Die Patientenaufnahme wird dem zuständigen UV-Träger über die DGUV Reha International GmbH schriftlich mitgeteilt. Die Kooperationsklinik selbst erstattet dem UV-Träger in deutscher Sprache innerhalb von drei Tagen einen Aufnahmebericht und formalisierten Zwischenberichte jeweils im Abstand von 2 Wochen. Die Verlängerung der Reha-Maßnahme ist eine Woche vor Ablauf des genehmigten Zeitraumes formlos beim zuständigen UV-Träger zu beantragen. Der Abschlussbericht ist mit dem Therapie- und Dokumentationsplan versehen innerhalb von sieben Tagen nach Maßnahmeabschluss zu erstatten. Die Vergütung der Leistungen der Kooperationsklinik erfolgt - unbeachtlich etwaiger Wechselkursschwankungen - nach einem Tagespflegesatz von 80 EUR. Die DGUV strebt ein flächendeckendes Rehabilitationsangebot in Polen an, weitere Kooperationsmöglichkeiten werden derzeit geprüft. Des Weiteren werden ähnliche Versorgungsprojekte auch in anderen Ländern in Betracht gezogen.
09.05.2012
Leserbrief zum Artikel „Tauziehen um die Öko-Quote“ sowie Agrarpolitik - Grüner Zweig in der HAZ vom 02.05.2012, Seite 9
Die Kritik deutscher Landwirte an den Plänen des EU-Agrarkommissars ist in vielen Punkten berechtigt. Insbesondere die Forderung 7 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen aus der Produktion zu nehmen, erscheint angesichts der weltweit immer knapper werdenden Versorgungslage mit Agrarrohstoffen als nicht zeitgemäß. In Deutschland gehen ohnehin täglich fast 100 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche für Infrastruktur - und Ausgleichsmaßnahmen der landwirtschaftlichen Produktion verloren. Das ist eine Fläche von mehr als 130 Fußballfeldern. Durch die Pläne des Agrarkommissars würden auf den Tag umgerechnet weitere 3.260 Hektar (4.238 Fußballfelder) hinzukommen. Das ist unvernünftig, nützt es doch der Umwelt nur wenig, da in Zeiten globaler Märkte die Produktion für jeden hier stillgelegten Hektar an anderer Stelle intensiviert werden würde.
Die Landwirtschaft wird sich den Forderungen nach einer noch umweltschonenderen Bewirtschaftungsweise nicht verschließen. Dafür müssen aber zielgerichtete fachgesetzliche Vorgaben getroffen werden. Populistische Maßnahmen wie die Verknüpfung von EU-Agrarförderung mit einer Stilllegungsverpflichtung dienen nur der Beruhigung notorischer Kritiker, bringen - wie dargestellt - in der Sache aber nichts.
Viele europäische Agrar- und Umweltpolitiker fürchten übrigens die von Frau Böse-Fischer geforderte Abschaffung der Agrarförderung fast noch mehr als die Bauern selbst. In diesem Fall hätten sie nämlich ihren Einfluss auf die Entwicklung der Landwirtschaft in der Europäischen Union fast vollständig verloren. Wer das will, sollte Frau Böse-Fischer das Wort reden.
07.05.2012
Landwirtschaft zum anfassen
"Kühe melken ist gar nicht so einfach", das stellten viele Kinder und auch einige Erwachsene auf unserem Landvolkkreisverband Stand bei den Maifesten in Springe und Ahlten fest.
Die Holzkuh mit dem Gummieuter war gefüllt mit Wasser und konnte fleissig gemolken werden.
Auch an unserem Glücksrad wurde, durch Fragen zum Thema Landwirtschaft, spielerisch Aufklärungsarbeit geleistet, während am Stand selbst Fragen zum Maisanbau und Landwirtschaft im Allgemeinen beantwortet wurden.
02.05.2012
Zukunftstag 2012 - Ein voller Erfolg
Am 26. April schnupperten insgesamt ca. 60 Schülerinnen und Schüler im Verbandsgebiet Hannover für einen halben Tag Landluft und tauchten in die Berufswelt des Landwirtes ein. Besonders bei den Schülern aus städtischen Gebieten war das Interesse, einen landwirtschaftlichen Betrieb kennenzulernen, riesig. Dies freut uns besonders, da die Kinder in der Stadt in ihrem Alltag eher selten in Kontakt mit der Landwirtschaft kommen.
Wir hoffen, dass alle Kinder, wie zum Beispiel Franziska Bohle (11 Jahre), Laurine Engeldinger (11 J.) auf dem Hof von Sabine Müller in Bordenau, viele schöne Erfahrungen von den Betrieben mit nach Hause nehmen konnten und einen guten Einblick in die Arbeit eines Landwirtes bekommen haben.
Der ein Mal im Jahr stattfindende Zukunftstag dient dazu, Mädchen und Jungen Anregungen für ihre spätere Berufswahl zu geben und zugleich spannende und zukunftsweisende Arbeitsfelder kennenzulernen.
27.04.2012
Milchtreff in Osterwald
Am 19. April 2012 lud der Landvolkkreisverband Hannover erneut zum „Milchtreff“ nach Osterwald.
Herr Dirk Albers, Leiter der Feldversuchsstation für Grünlandwirtschaft und Rinderhaltung von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, stellte aktuelle Versuchsergebnisse der Feldstation und neue Versuchsergebnisse aus der Milchviehfütterung vor. Insbesondere die Bedeutung der Silagequalität und der Stallhygiene wurde in dem Vortrag von Herrn Albers immer wieder betont. Die praxisnahen Versuchsergebnisse von der Feldversuchsstation rundeten die Veranstaltung optimal ab und brachten eine angeregte Diskussion in Gang.
20.04.2012
Resistenzen und Nutztierhaltung: Wissenschaftliche Antworten aus dem RESET-Verbund
Das aktuelle Thema um die Antibiotika-Diskussion erwies sich als Teilnehmermagnet.
Über 80 interessierte Zuhörer nahmen am 12.04.2012 an der Veranstaltung teil und lauschten den Ausführungen von Prof. Dr. Schwarz vom Friedrich-Loeffler-Institut, Prof. Dr. Kreienbrock von der TiHo Hannover und Prof. Dr. Rösler vom Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin.
Von der Differenzierung des Enzyms ESBL gegenüber dem Bakterium MRSA über die Entstehung und Übertragung von Resistenzen und die Darstellungen von ersten Forschungsergebnissen aus dem RESET Verbund wurde umfassend informiert.
Die rege Teilnahme an der Diskussion im Anschluss an die Vorträge zeigte deutlich, dass dieses Thema viele offene Fragen aufwirft und das Interesse an wissenschaftlichen Antworten sehr groß ist.
Resistente Bakterien stellen per se keine Gefahr dar und stammen nicht nur aus der Landwirtschaft. Bei denen im Menschen nachgewiesenen Resistenten Bakterien stammen lediglich unter 5 % aus der Landwirtschaft.
Dennoch müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Verfügbarkeit von wirksamen Arzneimitteln jetzt und in Zukunft zu sichern.
Als Fazit fasste Herr Prof. Dr. Kreienbrock daher folgendes zusammen:
„Strenge Stallygiene, sachgerechter Einsatz von Antibiotika und eine enge Kooperation mit Tierärzten und Tiergesundheitsdiensten sind die effektivsten betrieblichen Maßnahmen um resistenten Keimen vorzubeugen“.
13.04.2012
Liquiditätsdarlehen für Unternehmen mit Schmallenberg-Virus-Fällen
Ab sofort können landwirtschaftliche Betriebe, die von der Ausbreitung des Schmallenberg-Virus betroffen sind, Liquiditätsdarlehen bei der Rentenbank erhalten. Antragsberechtigt sind Rinder, Schafe und Ziegen haltende Betriebe. Diese müssen deutliche Ergebnisrückgänge gegenüber der Hausbank nachweisen, mindestens 30 Prozent im jeweils betroffenen Betriebszweig. Alle Informationen zu diesem Förderprogramm finden Sie unter www.rentenbank.de.
9. Niedersächsischer Studienkurs
möchten Sie sich ehrenamtlich für den landwirtschaftlichen Berufsstand engagieren? Oder sind Sie in diesem Bereich bereits aktiv? Dann ist der Niedersächsische Studienkurs vielleicht genau das richtige für Sie.
Der Studienkurs hat es sich zum Ziel gemacht den Potentialträgern für ehrenamtliche Führungsaufgaben eine solide Grundausbildung anzubieten. Darüber hinaus werden die Teilnehmer für die Öffentlichkeitsarbeit geschult.
Der Kurs ist in 5, meist einwöchige, Blöcke aufgeteilt und berücksichtigt die Bedürfnisse der bereits als Betriebsleiter tätigen Junglandwirte.
Der Niedersächsische Studienkurs richtet sich an Personen im Alter zwischen 23 und 38 Jahren, die für ehrenamtliches Engagement zur Verfügung stehen. Bei Erfüllung der Fördervoraussetzungen besteht die Möglichkeit der Bezuschussung zu den Seminargebühren.
Die Anmeldefrist für den Niedersächsischen Studienkurs 2012/2013 endet am 10. Mai 2012.
Sollten Sie sich für den Studienkurs interessieren, informieren wir Sie gerne!
60 plus zu Besuch beim DMK und Masterrind
Nachdem im letzten Jahr eine Besichtigung der Lehr- und Forschungsanstalt Ruthe durchgeführt wurde, organisierten wir in diesem Jahr eine Fahrt zum Deutschen Milchkontor (DMK) nach Edewecht und zu Masterrind nach Verden.
Am 22.03. ging die diesjährige Tour der 2010 für unsere Landvolkmitglieder gegründeten Gruppe 60 plus am frühen Morgen los.
Die Wiedersehensfreude der rund 20 Teilnehmer war groß und die Fahrt im Reisebus wurde unmittelbar zum regen Austausch genutzt.
Das DMK ist durch die Fusion von Humana und Nordmilch entstanden. Bei Vorträgen und Diskussionen zum Thema Milch und Milchprodukte, deren Marktsituation und Informationen zum DMK wurden die molkereieigenen Milram Produkte verköstigt.
Im Rahmen einer Führung auf dem insgesamt 20ha umfassenden Werksgelände wurde uns die Größe des DMK eindrucksvoll vermittelt.
Weiter ging es nach Verden. Masterrind, gegründet aus RPN, SRV und ZEH, hat uns die Bereiche Rinderzucht und Vermarktung näher gebracht. Auch hier ging es nicht nur um die Theorie.
Die Besichtigung des Deckzentrums, auch „Eros-Center“ genannt und der Stallungen der Bullen gehörten wohl zu den Highlights eines rundum gelungen Ausflugstags.
Die Abwechslung zwischen interessanten Ausflügen und Vorträgen hat sich bewährt.
Daher werden wir für diesen Sommer/Herbst wie gehabt einen interessanten Vortrag organisieren und im Frühjahr 2013 erneut einen abwechslungsreichen Ausflug auf die Beine stellen.
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle, wenn auch Sie Interesse an den Angeboten von 60 plus haben
Wir hoffen auf zahlreiches Interesse, gerne auch seitens aktiver Landwirte.
Dorfhelferinneneinsatz
Wenn die Mutter durch Krankheit, Unfall, Kur, Entbindung o.ä. vorübergehend arbeitsunfähig ist und ausfällt, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Dorfhelferin beantragt werden. Die Finanzierung ist allerdings abhängig von den Bestimmungen der Sozialversicherungsträger (Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Rentenversicherungsträger) der betroffenen Mutter. Wir sind Ihnen gerne bei der Antragstellung behilflich. Melden Sie sich bitte bei der Einsatzleitung der Dorfhelferinnen-Station Burgdorf-Neustadt Frau Kurowski hier beim Landvolk unter Tel.: 0511-400787-12.
Geänderter Rundfunkbeitrag ab 2013 - Das ändert sich für Sie
Der Gesetzgeber hat die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geräteunabhängig umgestaltet. Dadurch ergeben sich für Sie ab dem 01. Januar 2013 einige Neuerungen:
- Unternehmen mit bis zu acht Beschäftigten pro Betriebsstätte entrichten mit
5,99 Euro pro Monat nur ein Drittel des Rundfunkbeitrags.
- Bei maximal 19 Beschäftigten ist es ein Rundfunkbeitrag in Höhe von monatlich
17,98 Euro je Betriebsstätte.
- Zahlt die Inhaberin bzw. der Inhaber einen Beitrag für eine Betriebsstätte, ist der
Beitrag für das erste nicht privat genutzte Kraftfahrzeug damit abgegolten. Für
jedes weitere Kfz fällt ein Drittelbeitrag pro Monat an – 5,99 Euro. Bei mehreren
Betriebsstätten ist pro Betriebsstätte ein Kraftfahrzeug beitragsfrei.
→ Einfach berechenbarer Beitrag pro Betriebsstätte statt pro Empfangsgerät
→ Das aufwendige Erfassen aller Empfangsgeräte entfällt
→ Klare Regelung, die sich an der Anzahl der Betriebsstätten, der Zahl der dort Beschäftigten und der Anzahl der Kraftfahrzeuge orientiert.
Weitere Informationen zu den Neuregelungen der Rundfunkgebühren erhalten Sie hier: http://www.rundfunkbeitrag.de/
19 Prozent Mehrwertsteuer auf alle Pferde ab Juli 2012
Unverständnis bei DBV und FN
Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für Pferde wird ab 1. Juli 2012 aufgehoben. Ab dann gilt für Verkäufe von Pferden grundsätzlich der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Dies beschloss der Deutsche Bundestag am 8. März 2012 mit dem Gemeindefinanzreformgesetz. Hintergrund der Änderung ist die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai 2011, die besagt, dass der ermäßigte Steuersatz nicht für alle Pferde angewandt werden darf. Zugelassen hat der EuGH hingegen die Möglichkeit, beim Verkauf von landwirtschaftlichen Arbeits- und Zuchtpferden oder Schlachtpferden den ermäßigten Steuersatz beizubehalten. Für diese Ausnahmeregelung setzten sich der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) bis zuletzt gegenüber Bundesfinanzministerium, Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundestagsabgeordneten ein.
Leider nutzte der Gesetzgeber nicht die gegebenen Möglichkeiten zur Ausnahmeregelung, weil eine genaue Abgrenzung zu Sport- und Freizeitpferden nach Einschätzung der Finanzbehörden angeblich nicht möglich sei. Damit werden ab 1. Juli 2012 auch "begünstigungsfähige" Pferde dem vollen Mehrwertsteuersatz unterworfen, obwohl dies europarechtlich so nicht gefordert war. Die Abschaffung des ermäßigten Steuersatzes belastet die Pferdewirtschaft laut Bundesfinanzministerium mit 10 Millionen Euro.
Ursprünglich wollte das Bundesfinanzministerium den ermäßigten Steuersatz für Pferde bereits zum 1. Januar 2012 abschaffen. Die von DBV und FN entfachte Diskussion über Ausnahmemöglichkeiten brachte eine Verschiebung auf den 1. Juli 2012. Die Umsatzsteuerpauschalierung ist von der Änderung nicht betroffen ist. Pauschalierende Pferdebetriebe können den Verkauf von Pferden damit wie bisher berechnen, teilt der DBV mit.
Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes „Obere Wietze“, viele Landwirte sorgen sich um Ihre Zukunft
Am 07.03.2012 hat der Landvolkkreisverband Hannover, vertreten durch Herrn Hasberg und den Bezirksverbandsvorsitzenden Herrn Könecke, zu einer die Informationsveranstaltung zum Thema „Überarbeitung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Obere Wietze“ in Isernhagen eingeladen.
Mit den Worten „Nicht nur die Landschaft darf Grundlage für die LSG Planung sein. Die landwirtschaftlichen Betriebe, die diese Landschaft durch Pflegearbeiten und Bepflanzungen erst schützenswert gemacht haben, dürfen nicht in Ihrer Entwicklung eingeschränkt werden“ brachte Herr Hasberg die Sorgen der Landwirte auf den Punkt.
Anhand des mit über 50 Besuchern gefüllten Saales wurde sofort erkenntlich, wie sehr das Thema den betroffenen Landwirten unter den Nägeln brennt. Ausschlaggebend für die Brisanz der Landschaftsschutzgebiete ist die Tatsache, dass eine deutliche Erweiterung der LSG-Fläche vorgesehen ist wodurch das Gebiet in vielen Fällen bis unmittelbar an die Hofflächen der Landwirte grenzt. Herr Wendland von der Region Hannover erläuterte zunächst den Grund für die Überarbeitung: „Die alten Verordnungen basieren noch auf dem Reichsnaturschutzgesetz und müssen den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden“ so Wendland.
Herr Drangmeister vom Büro für Landespflege, welches mit der Gebietsüberarbeitung beauftragt wurde, stimmt Wendland mit den Worten „was schützenswert ist wird neu betrachtet“ zu.
Ein schöner Grundgedanke lässt sich vermuten.
Die Auswirkungen auf die Landwirte sind jedoch nicht unerheblich.
Wird eine landwirtschaftliche Fläche zum Landschaftsschutzgebiet ernannt, so hat dies Einschränkungen und bürokratische Auflagen für den Landwirt zur Folge.
Dies fängt beim Umbruchverbot von Ackerflächen die mehrjährig als Grünland genutzt worden an und geht hin bis zur absoluten baulichen Einschränkung.
Wie sollen Betriebe nachfolgenden Generationen das Fortbestehen ermöglichen, wenn Ihnen die Möglichkeit der Betriebserweiterung durch bauliche Maßnahmen aufgrund des LSG genommen oder erheblich erschwert wird? Zumal weitere Schutzgebiete an dieses angrenzen und „Obere Wietze“ im Kontext betrachtet werden muss.
Landwirte arbeiten in und mit der Natur. Erhalt und Schutz der Natur ist für sie daher eine Selbstverständlichkeit, auch ohne erweitertes Landschaftsschutzgebiet!
Der Landvolkkreisverband steht den betroffenen Landwirten unterstützend zur Seite und organisiert unter Anderem vor Ort Begehungen um eine Kompromissfindung zwischen Region und Landwirt voranzutreiben.
Die Übersichtskarte aller Landschaftsschutzgebiete der Region Hannover und die Karten und Erläuterungen zur geplanten Erweiterung des LSG "Obere Wietze" erhalten Sie hier
Neustadts Bürgermeister im Schweinestall
Am 28. Februar 2012 hatte unser Landvolkkreisverband zum Stallrundgang im Betrieb der Familie Jürgen Langreder in Laderholz eingeladen. Und Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck sowie die Spitzen der im Rat vertretenen Fraktionen von SPD und Grünen, CDU und FDP/Bürgerforum waren der Einladung gefolgt.
Die aktuelle Entwicklung in der Landwirtschaft und hier besonders in der Tierhaltung wurden intensiv diskutiert. Und zwar nicht vom grünen Tisch aus, sondern am Ort des Geschehens, vom Deckzentrum über den Abferkelbereich bis zum Aufzuchtstall. Langreders halten 460 Sauen, die im 3-Wochen -Rhythmus abferkeln. Gut 12.000 Ferkel werden pro Jahr an einen Mäster verkauft.
Sternbeck und seine Kollegen zeigten Verständnis für die moderne Landwirtschaft: Landwirte seien Unternehmer und ein heutiger Betrieb, von dessen Einkommen eine Familie und vielleicht auch noch ein Mitarbeiter leben müsse, sei nicht mehr mit dem von vor 30 Jahren zu vergleichen.
Bei aller Einigkeit machten Volker Hahn und die Bezirksvorsitzenden aber auch deutlich, dass die angestrebten Veränderungen bei der Priviligierung landwirtschaftlicher Bauten von den Bauern mit großer Sorge gesehen werden. Sie fürchten um die zukünftige Entwicklung ihrer landwirtschaftlichen Betriebe, die im Gegensatz zu anderen Unternehmen immer an ihren Standort gebunden seien.
Diskussionsbedarf ist weiter vorhanden: Politik, Verwaltung und Landwirte wollen auf jeden Fall weiter im Gespräch bleiben und sich wieder auf einem Hof treffen.
Und noch eine Anmerkung zum Schluss: Mit dabei waren auch vier Journalisten der örtlichen Zeitungen. Wie unterschiedlich man Dinge darstellen kann, zeigt sich allein schon an der Wortwahl in den Zeitungsberichten. Da sage noch einer, die Medien hätten keinen Einfluss auf die Politik...
Unvermögen oder böser Wille?
Die Korrektur der vom grünen NRW-Minister Remmels im November fälschlicherweise in die Welt gesetzten Zahlen wurde inzwischen in der Presse bestätigt. Aber auch in Niedersachsen werden statistische Zahlen in unverantwortlicher Weise immer wieder von führenden Grünen-Politikern für Agitation gegen große Tierbestände und den Agrarstandort Niedersachsen genutzt. So z.B. in der Landtagsdebatte am 8. Dezember 2011. In dieser Debatte berichteten Ministerin Özkan und Ministerlindemann über eine Erhebung, die im Mai 2011 in Niedersachsens durchgeführt wurde, Zitat aus dem Landtagsprotokoll. „Innerhalb von fünf Tagen, vom 23. bis 27. Mai 2011, wurden in 34 Krankenhäusern in 14 Städten und Landkreisen 86 % aller aufgenommenen Patienten auf MRSA untersucht. Dies waren etwa 4900 Patientinnen und Patienten. Ich nenne noch einmal die Kommunen: Landkreis Ammerland, Landkreis Aurich, Landkreis Cloppenburg, Landkreis Emsland, Landkreis Fries-land, Landkreis Grafschaft Bentheim, Landkreis Leer, Landkreis Wittmund, Stadt Emden, Stadt Oldenburg, Landkreis Vechta, Landkreis Wesermarsch und Stadt Wilhelmshaven sowie die Stadt Delmenhorst. Bei 2,67 % der Untersuchten, also bei 131 Patienten, konnte MRSA nachgewiesen werden. Durch die Typisierung der Erreger wurde festgestellt, dass 22 % dieser Fälle aus dem Vete-rinärbereich stammten. Um Missverständnissen vorzubeugen, weise ich darauf hin, dass sich die 22 % nur auf die 2,67% der positiv getesteten Patienten beziehen. Von den knapp 5 000 Patienten waren also 27 Patientinnen und Patienten mit MRSA aus dem Veterinärbereich besiedelt."
Im weiteren Verlauf der Sitzung erfolgte trotz dieser unmissverständlichen Klarstellung folgende Wortmeldung des Grünen MdL Christian Meyer: „Angesichts des Schönredens des Ministers und vor dem Hintergrund, dass 22 % der Keime aus der Landwirtschaft kommen und wir laut Bundesregierung insgesamt 3000 Tote durch MRSA-Keime zu beklagen haben - somit sind also ungefähr 600 Tote dem landwirtschaftlichen Bereich zuzurechnen - frage ich die Landesregierung ….". Minister Lindemann hat in seiner Antwort den MdL Meyer als „Schlimmredner" bezeichnet.
Es wird immer deutlicher, dass den Gegnern der niedersächsischen Land- und Agrarwirtschaft jedes noch so absurde Argument recht ist, um damit Angst zu erzeugen und eine Agrarwende in ihrem Sinne herbeizuführen. Der Landvolkverband dagegen setzt mehr auf die sachlich-fachliche Behandlung der unbestrittenen Resistenzproblematik und sucht nach vernünftigen Lösungswegen.
"Dürfen Bauern alles?"
Unter diesem reißerischen Titel hatte die Region am 22. Februar 2012 zu der Podiumsdiskussion "Die Priviligierung landwirtschaftlicher Bauvorhaben und ihre Folgen" eingeladen. Nach einem Grußwort von Regionspräsident Jagau hielt Umweltdezernent Prof. Priebs ein Eingangsstatement, in dem er klar machte, dass die Region Hannover ihren Kommunen mehr Entscheidungsgewalt bei der Genehmigung landwirtschaftlicher Bauten im Außenbereich geben will. Die Entwicklung des Außenbereichs dürfe nicht dem Zufall überlassen bleiben, sondern müsse wirksam beeinflussbar sein und zwar von den betroffenen Kommunen vor Ort, denn hier wachse der Unmut über Neubauten von Mastställen - "emmsländische Verhältnisse" wolle schließlich niemand.
In der anschließenden Podiumsdiskussion vor rund 300 Teilnehmenden erregten sich die Gemüter: Von guten Biobauern und böser Agrarindustrie über Schwänzekupieren, gefährlichen Keimen, Fleischkonsum, Welternährung und der Einladung an die BI- Vertreter zum Ställeausmisten gab es vielfältige Diskussionsbeiträge.
Dr. Dohme sprach die Befürchtung des Landvolkkreisverbandes Hannover aus, dass mit der Einschränkung des § 35 des Baugesetzbuches in erster Linie Stallbauten zukünftig verhindert werden sollten. Von der Einschränkung seien zudem auch alle anderen landwirtschaftlichen Bauvorhaben wie Biogasanlagen, Hallen, Getreidesilos usw. betroffen. Damit nehme man gerade bäuerlichen Familienbetrieben erhebliches Entwicklungspotenzial. "Gerade in der Region Hannover, in der es keinen einzigen Agrarindustriellen gibt, wirft man den Bauern so weitere Knüppel zwischen die Beine und erschwert ihr wirtschaftliches Überleben!", sagte Dohme unter dem Beifall der 120 anwesenden Bäuerinnen und Bauern. Im Gegensatz zu allen anderen Unternehmern sei der Landwirt an die Scholle und damit an seinen Standort gebunden.
Antibiotika und Resistenzen
Anfang dieses Jahres ging das Thema Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung und Resistenzbildung wieder durch die Medien. Im Bereich Neustadt nahm der BUND sogenannte Sockentupferproben und wies in der Umgebung eines Hähnchenmaststalles angeblich ESBL-bildende E.coli Bakterien nach. Dies wurde in der ZDF Sendung „zoom“ am 25.01.12 berichtet und in Zusammenhang mit den verstorbenen Frühchen eines Bremer Krankenhauses gebracht. Die örtliche Presse reagierte dementsprechend reißerisch.
Nach mehrmaligen Aufforderungen an das ZDF ist es uns bis heute nicht gelungen, das Untersuchungsprotokoll des Labors zu bekommen, in dem die angeblichen Keime nachgewiesen wurden. Dies lässt die Frage aufkommen, ob es jemals eine seriöse Untersuchung gegeben hat.
Unseriöse Berichterstattung und das Geschäft mit der Angst machen uns Landwirten einmal mehr das Leben schwer. Wie geht man mit diesen ungerechtfertigten Angriffen um?
Nach Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung (www.bfr.bund.de) „liegen keine Daten vor, in welchem Umfang der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zur Resistenzproblematik in der Humanmedizin beiträgt.“
Gleichwohl stellt das BfR fest, dass ESBL-bildende Bakterien nicht nur in Krankenhäusern und Altenheimen, sondern auch „in Nutztierbeständen (Geflügel, Schwein, Rind) nachgewiesen wurden und ihr Vorkommen zunimmt. Auch auf Lebensmittelproben (Schweinefleisch, Geflügelfleisch und Rohmilch) konnten ESBL-bildende Salmonella- und E.coli-Stämme isoliert werden. Eine Infektion von Menschen mit ESBL-bildenden Erregern über Lebensmittel ist nach Ansicht des BfR somit grundsätzlich möglich. Wie hoch das Infektionsrisiko ist, lässt sich derzeit aber nicht abschätzen. Weiterhin geht das BfR davon aus, dass sowohl Nutztiere als auch Haustiere eine Infektionsquelle für solche Keime sein können.
Wie bedeutend der Beitrag der Infektionsquellen Lebensmittel, Haustiere sowie der Bereich Nutztierbestände in der Landwirtschaft für die ESBL-Problematik bei Erkrankungen des Menschen ist, lässt sich aus den bisher vorliegenden Daten nicht abschätzen.“
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Um Resistenzen zu verhindern:
- ist die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Human- und Veterinärmedizin auf ein unbedingt notwendiges Maß nötig,
- müssen Antibiotika sachgerecht angewendet werden (gezielte Therapie, angemessene Dosis, ausreichende Behandlungsdauer),
- müssen Haltungsbedingungen (Klima, Fütterung, Besatzdichte, Auswahl der Rassen) optimiert werden.
Selbst bei Nachweis von resistenten Keimen in der Umwelt oder auf Lebensmitteln besteht bei Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen keine direkte Gesundheitsgefahr!
Herausgestellt werden sollte auch, dass es um Keine geht und nicht etwa um Antibiotika in Lebensmitteln.
Wir werden Sie zeitnah zu einer Informationsveranstaltung mit einem Experten der TiHo Hannover zu diesem Thema einladen.
Bei Fragen rund um dieses Thema steht Ihnen Frau Habermann gern zur Verfügung.
Interessante Ahlemer Betriebsleitertage 2012
Am 2. Februar fanden wie alljährlich die Ahlemer Betriebsleitertage in Zusammenarbeit mit der Justus-von-Liebig Schule statt. Wieder bot sich den rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein sehr spannendes Programm:
Zu Beginn der Tagung sprach Gerhardt Schmidt, Journalist und Kommunikationstrainer über "Peta-Foodwatch und Co - wie kann sich die Landwirtschaft vor ungerechtfertigten Angriffen schützen".
Angesichts der aktuellen Medienberichterstattung ein hoch spanndenes Themenfeld, das Herr Schmidt einmal aus einem anderen Blickwinkel beleuchtete: Es sind gezielt gefahrene Kampagnen von Nichtregierungsorganisationen, denen es in erster Linie darum geht, vermeintliche Skandale aufzudecken, um selbst als "die einzig Guten" dazustehen, um so Unterstützung, vor allem in Form von Spendengeldern, zu aquirieren.
Sein Fazit: "Solange Sie als Landwirte Gesetze und Vorschriften einhalten, brauchen Sie sich nicht zu verstecken!"
Jeder Hof sei auch ein Stück Öffentlichkeitsarbeit, um sich den Diskussionen mit anderen zu stellen, brauche es ein positives Selbstbewußtsein und Mut!
Herr Walter vom Landeskriminalamt Niedersachsen gab Einblicke in die militante Tierschützerszene in Niedersachsen. Im Jahr 2010 gab es Deutschlandweit 164 Straftaten auf diesem Gebiet. Vor allem in Niedersachen wurden wiederholt im Bau befindliche Ställe angesteckt, was erheblichen Sachschaden verursachte.
Militanter Tierschutz werde als ein Mittel verstanden, um gegen das "geltende Herrschaftssystem" vorzugehen. Straftäter seien politisch links motiviert und meist sehr jung.
Sein Kollege Herr Lomp gab Hinweise zur technischen Prävention, wie Landwirte ihr Eigentum schützen können.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete ein Ausflug in die Agrarpolitik der niedersächsischen GRÜNEN. Christian Meyer, seines Zeichens Agrarexperte, erklärte, dass die Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form an Akzeptanz verliere und die Bevölkerung mehr Verbraucher- und Tierschutz verlange.
Über seine Sicht der Dinge, z.B. einen Außenschutz für Produkte, die nicht nach deutschem Standard erzeugt wurden, wurde heftig diskutiert.
Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, aus der sicher viele Anregungen und Diskussionsstoff mit nach Hause genommen wurde.
Hetzkampagne gegen Hähnchenställe geht in eine neue Runde
Gestern Abend brachte das ZDF die Sendung „zoom". Dabei wurde der Eindruck vermittelt, dass die Frühchen auf der Kinderstation in Bremen an Keimen aus der Geflügelhaltung gestorben seien. Diese Keime sollten aus der Landwirtschaft oder über deren Produkte in die Klinik eingeschleppt worden sein.
Tatsache ist: Die Kinder sind an Infektionen, ausgelöst durch Klebsiella pneumoniae gestorben. Diese Keime sind nicht in der Landwirtschaft verbreitet. Zudem heißt es beim Bundesamt für Risikobewertung: "Es liegen keine Daten vor, in welchem Umfang der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zur Resistenzproblematik in der Humanmedizin beiträgt." Was der BUND um den Stall gefunden hat sind E.Coli Bakterien. E-Coli und Klebsiella pneumoniae können ESBL bilden, aber es sind verschiedene Keime.
Das ZDF hat hier den Tod von Kindern in unerträglicher Weise für eine Anti-Fleisch-Propaganda instrumentalisiert. In Indien gibt es keine Massentierhaltung und doch tragen dort 70% der Menschen ESBL-Keime in sich. (Siehe Seite 546 in www.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2011/vollst._Ausgaben/HAEBL_09_2011.pdf und www.g-o.de/dossier-detail-510-11.html und http://www.symptome.ch/wiki/ESBL).
Der Landvolkkreisverband Hannover hat nachstehenden Leserbrief an die Leine-Zeitung geschickt. Vielleicht wir er ja veröffentlicht?
Die Leine-Zeitung titelt "Keime um Umkreis eines Hähnchenstalls" und spricht in ihren Bericht darüber, dass "Spuren antibiotikaresistenter Keime gefunden" worden seien. Ja, allgemein lassen sich Keime überall in der Umwelt finden.
Der Untersuchungsbefund der in dem ZDF Bericht gezeigt wurde, weist E.coli Bakterien nach, nicht zu verwechseln mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Einen entsprechenden Resistenznachweis zu den E.coli Bakterien bleibt uns der Bericht aber schuldig. Der ZDF Bericht verwechselt Äpfel mit Birnen und ist an Unsachlichkeit und Angstmacherein kaum zu übertreffen.
Bedauerlich, dass sich auch noch die örtliche Presse hergibt und gezielte Hetzkampagnen durch Unkenntnis unterstützt. Damit wir nicht falsch verstanden werden: Die Landwirtschaft nimmt das Problem der Resistenzbildungen sehr ernst und arbeitet an Lösungen - aber Panikmache ist in diesem Fall unseriös und der Sache nicht dienlich!
Iris Habermann, Öffentlichkeitsarbeit, Landvolkkreisverband Hannover e.V.
Meldung vom 26.01.12
Renate Lohmann verabschiedet sich in den (Un)-Ruhestand
Nach über 41-jähriger Tätigkeit beim Landvolkkreisverband Hannover e.V. geht Frau Renate Lohmann aus Lehrte in den wohlverdienten Ruhestand.
„So lange für ein und denselben Verband zu arbeiten, ist bemerkenswert und heute wohl eine Seltenheit „ so Heinrich Blume bei der Verabschiedung.
Der Vorsitzende hob ihr Engagement für die Landvolkmitglieder hervor und die Vertrauensposition, die sie sich durch ihre Arbeit erworben hat. Sie sei stets kompetente Ansprechpartnerin rund um die Sozialfragen gewesen.
Für die Zukunft wünschen wir Renate Lohmann Gesundheit und alles Gute für ihre weiteren Pläne!
Leserbrief zum HAZ Artikel "Viele Bauern mit Keimen belastet"
Nachstehend unser Leserbrief zum Artikel “Viele Bauern mit Keimen belastet“ und „In der Klinik werden bald alle Landwirte getestet“ in der HAZ vom 13.01.12. In der Hoffnung, dass die HAZ ihn auch veröffentlicht!
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Wir Landwirte nehmen die öffentliche Diskussion über den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung sehr ernst und verweigern uns nicht.
Sorgen macht uns allerdings, mit wie wenig Sachkenntnis und wie populistisch das Thema oftmals von den Medien und manchem Politiker angegangen wird.
Wenn dann noch suggeriert wird, dass der Kontakt zu Landwirten und deren Familien gefährlich ist, weil man sich mit krankmachenden Keimen anstecken kann, ist das Maß des Erträglichen überschritten!
Die Welt ist komplizierter und komplexer als mach einer das wahrhaben will, einfache Antworten und schnelle Lösungen wird es nicht geben. Konventionell ist schlecht – Bio ist gut, wenn´s doch so einfach wäre!
Iris Habermann, Öffentlichkeitsarbeit Landvolkkreisverband Hannover
Landwirte wollen Transparenz bei Antibiotikaeinsatz
Die niedersächsischen Landwirte nehmen die öffentliche Diskussion um den Antibiotikaeinsatz sehr ernst. „Wir sind sehr daran interessiert, die von uns schon über Jahre dokumentierten Daten wissenschaftlich analysieren und auswerten zu lassen“, unterstreicht Landvolkpräsident Werner Hilse das Angebot der Landwirtschaft zu Transparenz.
Zugleich verweist er auf die Daten der amtlichen Lebensmittelüberwachung, nach denen Rückstände von Tierarzneimitteln in Lebensmitteln kein Problem darstellen. Hilse warnt aber vor übereilten und wissenschaftlich nicht fundierten Schnellschüssen.
Tierhalter müssten die Strategien zur Gesunderhaltung ihrer Tierbestände optimieren, um Tierkrankheiten ebenso vorbeugen zu können wie einer Resistenzentwicklung bei Krankheitserregern. „Für unsere Landwirte steht der Verbraucherschutz ganz obenan, aber sie müssen nach tierärztlicher Verschreibung auch kranke Tiere behandeln dürfen“, verdeutlicht der Landvolkpräsident.
Er zählt dazu ein breites Instrumentarium von der Auswahl der richtigen Rassen, der Fütterung, dem Herdenmanagement und die tierärztliche Verordnung der richtigen Medikamente. Die bei den Tierhaltern zur Verfügung stehenden Dokumentationen müssen für ein entsprechendes Monitoring umfassend ausgewertet werden, um die fundierte Schlüsse ziehen zu können und die richtige Anwendungsstrategie zu erarbeiten.
Sorgen bereitet der Landwirtschaft die häufig ohne Sachargumente geführte Debatte um die sogenannten MRSA-Keime. Sie sind nicht unmittelbar Krank machend. Tierhalter, die nach neueren Untersuchungen häufiger Träger derartige Bakterienstämme sind, sollten auf besondere Sicherheitsmaßnahmen achten, wenn sie stationär in Krankenhäusern behandelt werden – zum Schutz gegen Verbreitung der Keime und zum Schutz der eigenen Gesundheit. Als übertrieben wertet das Landvolk dagegen vereinzelte Empfehlungen, den Kontakt zu landwirtschaftlichen Betrieben zu meiden.
GAP nach 2013
EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Ciolos hat den Startschuss zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2013 gegeben.
Alle interessierten EU-Bürger und Organisationen, unabhängig davon, ob sie in der Landwirtschaft tätig sind, sind dazu aufgerufen, sich mit ihren Vorstellungen und Ideen zur künftigen Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik einzubringen.
Bis zum 03.06.2010 können im Internet Beiträge eingereicht werden. Bis Juli 2010 sollen die Diskussionsbeiträge ausgewertet und in einem Bericht zusammengefasst werden. Dieser Bericht wird auf einer Konferenz am 19./20.07.2010 in Brüssel vorgestellt.
Es ist sehr wichtig, dass sich möglichst viele Bäuerinnen und Bauern an diesem Dialog beteiligen. Die Internet-Seite lautet:
ec.europa.eu/agriculture/cap-post-2013/debate/index_de.htm
Grüner Pfad
Mit dem Beginn der Vegetationsperiode und steigenden Temperaturen zieht es auch die Menschen aus Stadt und Land wieder verstärkt in Feld und Flur, die Erholung in unserer Kulturlandschaft suchen.
Dieses möchten wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Durch das Aufstellen von Info-Tafeln der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, den sogenannten "Grünen Pfad" sollen Wanderer und Radfahrer auf die landwirtschaftlichen Kulturen aufmerksam gemacht werden. Das Aufbauen der vorgefertigten Tafeln am Feldrand erfordert relativ wenig Aufwand und hat sich als effektives Mittel der Öffentlichkeitsarbeit bewährt.
Wir würden uns freuen, wenn sich auch in diesem Jahr möglichst viele Berufskollegen bereit fänden, bei dieser Aktion mitzumachen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Marx.
Das ist natürlich nicht alles
Auch in den letzten Jahren haben wir viel in dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit unternommen und erreicht.
Diese Berichte finden Sie in unserem Archiv














































