Ab April 2021 neue „rote Flächen“

Ab sofort kann sich jeder Betrieb einen Überblick über die mögliche Betroffenheit bezüglich der neu abgegrenzten  „nitratbelasteten“ Feldblöcke verschaffen:

https://sla.niedersachsen.de/landentwicklung/LEA/

Bitte setzen Sie auf der linken Seite unter dem Punkt „Ebenen“ folgende Häkchen: „Düngeverordnung“ / Unterpunkte „Düngeverordnung“, „Entwurf Neufassung NDüngGewNPVO“ und „Entwurf mit Nitrat belastete Gebiete“.

Zwischen dem 01.01.2021 und dem Inkrafttreten der Neuabgrenzung im März/April 2021 gelten alle landwirtschaftlichen Nutzflächen als rotes Gebiet, die beim Häkchen “Gebiete nach § 13a Abs 4” und “NDüngGewNPVO” – “Gebietskulisse Grundwasser” innerhalb der dann sichtbaren Gebiete gelegen sind.

Ab Inkrafttreten der Neuabgrenzung gelten “nur” noch die Feldblöcke als rote Flächen, die beim Häkchen “Entwurf Neufassung NDüngGewNPVO” – “Entwurf mit Nitrat belastete Gebiete” erkennbar sind.

Nährstoffvergleich 2020

Mit der Novellierung der Düngeverordnung vom 1. Mai 2020 ist die Pflicht zur Erstellung von Nährstoffvergleichen entfallen.
Weiterhin besteht die seit Jahren geltende sogenannte 170 N-Grenze (§6 (4) DüV), nach der im Betriebsdurchschnitt nicht mehr als 170 kg Gesamt-N je Hektar aus organischen und organisch-mineralischen Düngern ausgebracht werden dürfen.
Mit der neuen Düngeverordnung, die am 1. Mai in Kraft getreten ist, kommt folgende Änderung:

Flächen, auf denen eine Aufbringung von stickstoffhaltigen Düngern beschränkt ist (Naturschutzgebiet, Wasserschutzgebiet etc.), sind bei der Berechnung der 170 N-Grenze zu berücksichtigen. Das schließt auch die Beweidung mit Nutztieren ein. Solange eine Beweidung ohne Einschränkung zulässig ist und der Betrieb Weidetiere hält, zählt eine Grünlandfläche zu 100 Prozent bei der 170 N-Grenze mit. Ist die Beweidung eingeschränkt, bspw. „max. 1 GV/ha“, muss diese Einschränkung in kg N umgerechnet werden. Bezüglich dieser Umrechnung entspricht eine GV 80 kg N.

Um dieser Dokumentationspflicht nachzukommen, empfehlen wir unseren Mitgliedern, weiterhin den Nährstoffvergleich zu erstellen. Wie in den vergangenen Jahren bieten wir Ihnen auch weiterhin die Erstellung des Nährstoffvergleiches an. Bei Interesse senden Sie uns bitte den ausgefüllten Erfassungsbogen für den Nährstoffvergleich zu. Sie finden ihn in unserem Download-Bereich und direkt hier: Nährstoffvergleich Erfassungsbogen 2019/2020

Aufgrund der aktuellen Lage sehen wir derzeit von Beratungsterminen ab.

Bitte beachten Sie: Sie als landwirtschaftlicher Betrieb sind mit der Novellierung der Düngeverordnung verpflichtet, jede Düngungsmaßnahme innerhalb von 2 Tagen aufzuzeichnen. Diese Angabe muss schlaggenau erfolgen und Sie müssen die Art, die Menge und die Nährstoffgehalte jedes aufgebrachten Düngers dokumentieren.

Bei Fragen stehen Ihnen in unserer Ahlemer Geschäftsstelle unsere Berater zur Verfügung:
Alexander Burgdorf, 0511-400 787 17, burgdorf@lvkh.de
Dorothee Möller, 0511-400 787 28, moeller@lvkh.de

Holger Hennies neuer Präsident des Landvolks Niedersachsen

Landwirt aus Schwüblingsen setzt sich gegen Mitbewerber Ehlers durch

LPD – Mit 55 Prozent der Stimmen ist Dr. Holger Hennies zum neuen Präsidenten des Landvolks Niedersachsen gewählt worden und hat sich damit gegen seinen Mitbewerber Jörn Ehlers durchgesetzt, der für weitere drei Jahre Vizepräsident des Verbandes bleibt. Das wurde am (heutigen) Donnerstag in der Mitgliederversammlung verkündet. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Veranstaltung mit reduzierter Teilnehmerzahl stattgefunden. Erstmals musste das Präsidium per Briefwahl bestimmt werden; die Unterlagen wurden vor Ort in Hannover ausgezählt.

Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke ist noch bis Jahresende im Amt. Neben Jörn Ehlers bleibt der Vorsitzende des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr, ebenfalls Vizepräsident. Als neuer Vizepräsident ist Manfred Tannen, Präsident des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ostfriesland, in das vierköpfige Präsidium des Landvolks gewählt worden.

„Die Landwirtschaft in Niedersachsen steht vor existenziellen Herausforderungen“, sagte Hennies anlässlich seiner Wahl zum Präsidenten des Landvolks. „Wir müssen verhindern, dass die Bäuerinnen und Bauern zwischen dem Druck des Weltmarktes und den ständig steigenden Anforderungen von Politik und Gesellschaft zerrieben werden. Dafür werde ich mich einsetzen.“

Der 50-jährige arbeitet mit vier Kollegen zusammen in einer Ackerbaubetriebsgemeinschaft mit 650 ha Fläche in Schwüblingsen im Osten der Region Hannover. Zudem betreibt er gemeinsam mit seiner Frau eine Schweinehaltung für die Direktvermarktung, nutzt sein Grünland für Pferde des Reitbetriebs und bietet einen „Lernort Bauernhof“ für Schulklassen, Kindergärten und alle Interessierten an. Der Vater von vier Kindern hat vor seinem Studium der Agrarwissenschaften eine landwirtschaftliche Lehre absolviert.