„Echt grün – Eure Landwirte“: Kostenlose neue Plakate für Mitglieder

Anfang 2021 hat unsere Initiative „Echt grün – Eure Landwirte“ ein neues, modernes Logo und eine neue Homepage erhalten. Mit neuem Design und neuen Gesichtern sind weitere Motive entstanden, die wir im Herbst 2021 auf Traffic Boards (Werbung auf Bussen) und Roadside Screens (digitale Außenwerbung auf Bildschirmen) in Hannover gezeigt haben. In den kommenden Monaten möchten wir verstärkt unsere Plakate mit neuen Motiven in der Region Hannover verteilen. Melden Sie sich bitte bei Lisa Johannes unter johannes@landvolk-hannover.de oder 0511-400 787 11, wenn Sie diese Plakate für unsere Öffentlichkeitsarbeit platzieren möchten.

Dies sind unsere neuen Plakate:

Tag des offenen Hofes 2022

Am Sonntag, 19. Juni 2022 findet der nächste „Tag des offenen Hofes“ in Niedersachsen statt.  Landwirtschaftliche Betriebe, die teilnehmen möchten, um Transparenz und Wissen zu vermitteln und mit Gästen ins Gespräch zu kommen, melden sich bitte in unserer Geschäftsstelle bei Lisa Johannes unter: 0511- 400 787 11 oder: johannes@landvolk-hannover.de

Der Tag des offenen Hofes zeigt immer wieder, wie vielfältig die niedersächsische Landwirtschaft ist und wie wichtig es ist, einen offenen Dialog zwischen Verbrauchern und Erzeugern zu führen.

Gute Gründe für eine Teilnahme:

  • Transparenz & Akzeptanz schaffen
  • Dialog mit dem Verbraucher suchen
  • realistischen Einblick in Landwirtschaft geben
  • Bewusstsein für die Qualität deutscher Lebensmittel stärken
  • Arbeitsprozesse erklären
  • der Bevölkerung das Leben, die Arbeit und die Produktion sowie die Vielfalt der modernen Landwirtschaft nahebringen
  • das Vertrauen der Verbraucher in der Landwirtschaft nachhaltig stärken

Was erwartet Sie bei einer Teilnahme am Tag des offenen Hofes?

  • Sie öffnen Ihren Bauernhof für einen Tag für interessierte Gäste.
  • Fördern Sie die Dorfgemeinschaft und binden Sie örtliche Vereine und die Dorfbevölkerung mit ein. Landwirte vor Ort oder andere Betriebe aus der Region können ebenfalls unterstützend wirken.
  • Das Angebot bestimmen Sie selbst: von Hofführungen bis hin zu Hüpfburgen ist alles möglich.

Wie läuft die Anmeldung für 2022?

Wenn Sie sich also schon heute für eine Teilnahme in 2022 entschieden haben, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit Ihrem Landvolkkreisverband in Verbindung. Nach der Anmeldung erhalten Sie Zugriff für den passwortgeschützten Bereich mit vielen hilfreichen und organisatorischen Informationen rund um den Tag des offenen Hofes. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

„Echt grün – Eure Landwirte“ im Radio und auf Plakaten unterwegs

Die Initiative niedersächsischer Landwirte „Echt grün – Eure Landwirte“ startet eine Plakat- und Radiokampagne in Niedersachsen, um auf die Rolle der regionalen Lebensmittelerzeugung aufmerksam zu machen.

Auf drei prägnanten Motiven informieren die Landwirte über ihre tägliche Arbeit und deren Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Zu sehen sind die Plakatmotive ab sofort im städtischen Raum auf über 900 Standorten in Hannover, Osnabrück, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie in Wolfsburg, Braunschweig und in den ländlichen Regionen.

Außerdem erscheinen die Motive im Rahmen der aktuellen Kampagne in den Hauptbahnhöfen von Osnabrück und Oldenburg, sowie als mobile Werbeflächen auf Bussen und Bahnen im Stadt- und Regionalverkehr im gesamten Kampagnengebiet.

Parallel zu der aktuellen Motivkampagne präsentiert sich die Initiative zudem mit zwei 20sekündigen Radiospots auf NDR2 und Antenne Niedersachsen.

Redispatch 2.0

Neue Marktrollen in der Energiewirtschaft

Betreiber von Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen etc. mit mehr als 100 kWp installierter Leistung sind in den vergangenen Wochen von ihrem jeweiligen Netzbetreiber angeschrieben worden. Diese müssen bis Anfang Oktober 2021 einen Einsatzverantwortlichen (EIV) und einen Betreiber Technischer Resource (BTR) bestimmen. Diese Personen/Marktrollen haben verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Das Ganze läuft unter dem Begriff Redispatch 2.0.

Da Betreiber in der Regel die Aufgaben nicht selbst übernehmen können, übernehmen diese spezielle Dienstleister.
Die Landvolk Betriebsmittel GmbH hat ihr Dienstleistungsangebot erweitert und ist in der Lage, gemeinsam mit einem Dienstleister den Betrieben hierbei zu helfen. Bei Fragen zu diesem Thema können Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle unter 0511-400 787 0 oder bei der Landvolk Betriebsmittel GmbH unter 04471/965-245 oder per Email: redispatch@lvb-clp.de melden.

Landvolk verabschiedet Vorstandsmitglieder

Die Vertreterversammlung war auch Anlass, uns zu bedanken: Großer Dank gilt Christiane Bohrßen und Werner Meier für ihre langjährige Arbeit und ihren verdienstvollen Einsatz für den Berufsstand in der Kammerversammlung und als Kreislandwirt (Werner Meier) sowie bei Hanns Christian Seeßelberg-Buresch, Volker Lindwedel und Werner Meier für ihr langjähriges Engagement und ihre Impulse bei der Arbeit unseres geschäftsführenden Vorstandes. In Burgdorf erhielten die drei ehemaligen Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes als Anerkennung für ihren Einsatz für den Berufsstand die silberne Ehrennadel des Landvolks Niedersachsen.

Offiziell verabschiedet haben wir außerdem Dr. Carl Dohme, der Anfang dieses Jahres die Geschäftsführung an Torsten Nordmann abgegeben hat, nachdem er das Landvolk Hannover in den vergangenen 16 Jahren maßgeblich geprägt und mitgestaltet hat.

Vielen Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit!

Dr. Holger Hennies und Volker Hahn als Vorsitzende wiedergewählt

Auf seiner Vertreterversammlung am 3. September 2021 in Burgdorf hat das Landvolk Hannover einen neuen geschäftsführenden Vorstand für die kommenden fünf Jahre gewählt.

Dr. Holger Hennies aus Schwüblingsen (Uetze) und Volker Hahn aus Hagen (Neustadt) wurden einstimmig als Vorsitzende des Kreisverbandes wiedergewählt und werden das Landvolk Hannover weiterhin als Doppelspitze gleichberechtigt repräsentieren. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Arnd von Hugo aus Groß Munzel (Barsinghausen).

Als weitere Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes hat die Versammlung Christine Heins aus Negenborn (Wedemark), Charlotte Schumacher aus Lüdersen (Springe) und Fred Arkenberg aus Kolenfeld (Wunstorf) gewählt.

Das Landvolk Hannover vertritt mit 3.200 Mitgliedern mehr als 90 Prozent der Landwirtinnen und Landwirte sowie Eigentümerinnen und Eigentürmer landwirtschaftlicher Flächen in der Region und der Stadt Hannover.

Der neue geschäftsführende Vorstand des Landvolks Hannover: Dr. Holger Hennies, Fred Arkenberg, Torsten Nordmann (Geschäftsführer), Charlotte Schumacher, Christine Heins, Joachim Hasberg (stellvertretender Geschäftsführer), Arnd von Hugo, Volker Hahn (v.l.n.r.)

Aufruf: Digitale „Niedersachsenkette Landwirtschaft“

Mit der Aktion „Niedersachsenkette“ zum 75. Landesgeburtstag feiert das Land Niedersachsen 2021 seinen 75. Geburtstag. Dieses Jubiläum wird mit einer landesweiten Mitmach-Aktion gefeiert: Mit der „Niedersachsenkette“ wird eine digitale Menschenkette geschaffen. Initiator und Absender ist der Niedersächsische Ministerpräsident.
Unter dem Motto „Ohne Dich ist es nicht Niedersachsen“ sind von Mai bis Oktober 2021 Menschen in und aus Niedersachsen aufgerufen, mitzumachen.

Das Landvolk Niedersachsen engagiert sich als Partner dieser tollen Aktion und möchte zeigen, warum WIR für unser Bundesland unverzichtbar sind.
Die Teilnahme an der Niedersachsenkette ist für uns eine gute Möglichkeit, unsere Verbundenheit zu unserem Bundesland auszudrücken.
Wir möchten zeigen, dass jede und jeder Einzelne in der Landwirtschaft wichtig ist.

Das Prozedere ist ganz einfach. Über den Link (siehe unten) gelangt man direkt zur Gruppe. Dann sind es nur vier Schritte.

  1.        Foto Hochladen
  2.        Beschreibung ausfüllen, Stichwort: Landwirtschaft
  3.        Gruppe „Landwirtschaft in Niedersachsen“ auswählen
  4.        Absenden

Mit diesem Bildmotiv können wir auf die Aktion aufmerksam machen. Unser Ziel sollte sein: Die größte Gruppe auf www.niedersachsenkette.de zu generieren, um zu zeigen: Gemeinsam stark!

Blühflächen, Rebhuhnstreifen und Lerchenfenster: Für mehr biologische Vielfalt in der regionalen Agrarlandschaft

Blühstreifen, auf die Bienen und Hummeln fliegen, „Fenster“ im Getreidefeld als Lande- und Brutplätze für die Feldlerche oder Altgrasstreifen als Lebensraum für Feldhasen und Wiesenvögel: Um dem Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft entgegenzuwirken, haben die Region Hannover, das Landvolk Hannover und die Stiftung Kulturlandpflege vor vier Jahren ein gemeinsames Projekt für mehr biologische Vielfalt in der regionalen Agrarlandschaft ins Leben gerufen. Was 2018 mit zunächst rund 90 landwirtschaftlichen Betrieben angefangen hatte, die auf ca. 120 Hektar ein ganzes Bündel unterschiedlicher Naturschutzmaßnahmen umsetzten, wird in diesem Jahr von 150 Betrieben auf 210 Hektar Ackerfläche fortgesetzt. Aufgrund der hohen Nachfrage hatte die Region Hannover dazu ihre Förderung bereits 2019 von 150.000 Euro auf 300.000 Euro verdoppelt.

Einer der Teilnehmer ist der Landwirt Hans-Heinrich Schnehage. Auf seinen Ländereien hat er auf einem Hektar Feld eine mehrjährige Blühfläche angelegt und damit einen – auch optisch schön anzusehenden – Rückzugsraum und Nahrungsgrundlage für viele Tierarten, insbesondere für Insekten geschaffen. Ein idealer Rastplatz für Wildbienen oder Schmetterlinge. „Voraussetzung für eine erfolgreiche Ansaat von Blühstreifen oder -flächen ist eine gründliche Bodenbearbeitung und eine ausreichende Bodenfeuchte“, erläuterte der Landwirt bei einem Pressetermin Vertreterinnen und Vertretern der Projektpartner.

Die Umweltdezernentin der Region Hannover, Christine Karasch, hebt die Kooperation als Basis des Erfolges hervor „Nur mit dem Engagement der Landwirte kann das Ziel erreicht werden, den Schutz, den Erhalt und die Pflege der Arten und Ökosysteme zu gewährleisten. Gemeinsam entwickeln wir Maßnahmen, die dem Naturschutz dienen und gleichzeitig praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig für unsere Partner sind. Die Fördermittel, die die Region Hannover zur Verfügung stellt, sind in erster Linie ein Entgelt für die Leistungen und den Ertragsausfall der Landwirte. Das Projekt beinhaltet inzwischen allein rund 100 Hektar Blühstreifen“.

Fast weg vom Feld sind auch kleine Nager: Bestände des Feldhamsters sind in der Region Hannover nur noch in Teilen der Calenberger Börde zu finden, vor allem in Pattensen und Hemmingen. Eine konkrete Hilfsmaßnahme ist das Aussparen von Getreidestreifen, die nicht geerntet werden und bis in das Folgejahr den Tieren Nahrung und Deckung bieten. Das Projekt „Hoher Halm“ ist neu im Biodiversitätsprogramm. „Bei der Ährenernte wird das Mähwerk an einigen Stellen hochgestellt. So verzeichnen die Landwirte zwar eine etwas geringerer Erntemenge“, erklärt Peter Zanini, Geschäftsführer der Stiftung Kulturlandpflege, „aber der Feldhamster bleibt besser geschützt und kann sich einen Wintervorrat anlegen.“ Die niedersächsische Bingo Umwelt Stiftung (NBU) beteiligt sich mit 30.000 Euro an der Maßnahme, gemeinsam mit weiteren Zuschüssen der Region Hannover können damit zusätzlich 40 Hektar gefördert werden.  Der Feldhamster besiedelt die fruchtbare Ackerlandschaft und gilt als „Architekt unter dem Acker“. Er wird als außerordentlich stark gefährdet angesehen und mit höchster Schutzpriorität geführt.

„Die Verbesserung der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft ist eine aktuell drängende Aufgabe“, betont auch der Vorsitzende des Landvolks Hannover, Volker Hahn: „Das Biodiversitätsprojekt von Region Hannover, Landvolk Hannover und Stiftung Kulturlandpflege soll dazu beitragen, die Biodiversität in der Agrarlandschaft in der Region Hannover in Kooperation mit den regionalen landwirtschaftlichen Betrieben zu fördern und zu verbessern. Entstanden ist die Idee aus der gemeinsamen Überzeugung, dass ein Vertragsnaturschutz auf Augenhöhe ein geeignetes Instrument ist, die Artenvielfalt in der Region Hannover zu fördern. Gemeinsam entwickelte Maßnahmen sowie eine jährliche Erfolgskontrolle sind dabei der Garant für die hohe Akzeptanz und Wirksamkeit der Maßnahmen.“

Während sich die Region Hannover um die Mittelvergabe und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde kümmert, übernimmt das Landvolk Hannover die Ansprache der Landwirte und die Vertragsabwicklung. Die Stiftung Kulturlandpflege, die über langjährige Erfahrung im Vertragsnaturschutz mit der Landwirtschaft verfügt, kontrolliert und dokumentiert die Umsetzung der vereinbarten Vorhaben. So konnte nachgewiesen werden, dass über 75 Prozent der angelegten Feldlerchenfenster vom „Vogel des Jahres 2019“ als Brut- und Nahrungshabitat auch genutzt werden.

Gemeinsam konnte so eine Fülle von Maßnahmen entwickelt werden, mit denen die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft verbessert wird, beispielsweise die Anlage von Blühstreifen, Feldvogelinseln, Staffelmahd auf Grünlandflächen oder Maßnahmen für den Feldhamster. Es sind im Einzelnen:

  • Blühstreifen und Blühflächen zur Förderung von Insekten.
  • Brachestreifen auf mageren Standorten, vorrangig an Gewässer- und Waldrändern, zur Förderung von Feldvögeln und Insekten.
  • Stoppelbrache in der Feldhamsterkulisse der Region Hannover zur Förderung des Feldhamsters.
  • Rebhuhnstreifen unter Nichterntung von Weizen zur Förderung des Rebhuhns.
  • Anlage von Feldlerchenfenstern in Getreide zur Förderung der Feldlerche.
  • Anlage von Erbsenflächen innerhalb von Raps-, Mais-, Rüben- und Getreidekulturen zur Förderung von Feldlerchen und Schafstelzen.
  • Grünlandextensivierung (Altgrasstreifen) zur Förderung von Feldhase und Wiesenvögeln.

Die über die Jahre gewachsene hohe Beteiligung belege die Bereitschaft und das Engagement der Landwirte für den Naturschutz, betont das Landvolk Hannover. Für Landvolk und Stiftung ist es Ziel und Herausforderung zugleich, den Vertragsnaturschutz mit der Landwirtschaft dauerhaft in der Region zu etablieren und auszubauen, indem weitere Landwirte für das Projekt gewonnen werden.

„Unser gemeinsames Projekt wollen wir in den nächsten Jahren fortsetzen und mit weiteren Bausteinen ergänzen. Gerade bei der Biotopvernetzung durch zum Beispiel Heckenstrukturen und Gewässerrandstreifen gibt es noch viel Handlungsbedarf“, kündigte Dezernentin Karasch an.

v.l.n.r.: Anton Sartisohn und Peter Zanini (Stiftung Kulturlandpflege), Landwirt Hans-Heinrich Schnehage, Wolfgang Fiedler und Christine Karasch (Region Hannover), Volker Hahn (Landvolk Hannover).

Im Gespräch mit…

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 12. September und der Bundestagswahl am 26. September 2021 sind wir mit Kandidatinnen und Kandidaten aus der Region Hannover im Austausch über aktuelle landwirtschaftliche Themen.

Simone Meyer, Bundestagskandidatin der Grünen für den Wahlkreis Hannover-Land II, besuchte heute Familie Estorf in Gestorf, um über landwirtschaftliche Themen zu sprechen.

IM GESPRÄCH MIT… Bei Arnd von Hugo in Groß Munzel war heute Nadin Zaya, Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen und FDP-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Hannover-Land II, zu Gast, um mit uns über Landwirtschaft zu sprechen.

Auf dem Hof von Familie Hattendorf in Immensen sprachen wir mit Anika Lilienthal, FDP-Kandidatin für die Regionsversammlung, unter anderem über unsere regioanle Landwirtschaft und Direktvermarktung.

Mit Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt, Sebastian Lechner, MdL, und David McAllister, Europaabgeordneter und Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, sprachen wir auf dem Hof Klingemann in Schneeren unter anderem über den Green Deal, die GAP und Tierwohl.

Adis Ahmetovic, SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Hannover-Stadt I, besuchte mit Edeltraut Geschke, Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Nord, den Hof Baumgarte in Hannover-Vinnhorst, um mit uns über Landwirtschaft, Regionalität und Direktvermarktung zu sprechen.

FDP-Bundestagskandidat Grigorios Aggelidis zu Gast in Otternhagen bei Wilko Müller und Jochen Labahn.

Bei Familie Widdel/Carl in Mesmerode war Frauke Patzke, Kandidatin der Grünen für das Amt als Regionspräsidentin, gemeinsam mit Anne Dalig, Vorsitzende des Regionsverbandes der Grünen, und Frank Kettner-Nikolaus, Bürgermeisterkandidat der Grünen für Wunstorf, zu Gast.

Christine Karasch, CDU-Kandidatin für das Amt als Regionspräsidentin, zu Gast auf dem Hof Möller in Lemmie.

Diana Rieck-Vogt, CDU-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Hannover-Stadt II, besuchte die Obstplantage Hahne in Gleidingen.

FINKA: Weniger Pflanzenschutzmittel, mehr Biodiversität

Landwirtschaftliche Betriebspaare arbeiten im Projekt FINKA an Lösungen zur Förderung der Biodiversität

Familie Heins aus Negenborn und Familie Rotermund-Hemme aus Brelingen sind eines von vier Betriebspaaren in der Region Hannover, die sich im Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) engagieren. Im Projekt FINKA haben sich Landwirtschaft, Wissenschaft und Beratung das Ziel gesetzt, die Biodiversität auf Ackerflächen zu erhöhen und eine breite Diskussion in der Landwirtschaft anzustoßen. FINKA ist ein Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Niedersachsenweit sind dazu 30 Betriebspartnerschaften zwischen je einem konventionell wirtschaftenden und einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb entstanden.

Biolandwirt Hermann Hemme möchte mit seiner Teilnahme am Projekt FINKA seine Berufskollegen für die ökologische Landwirtschaft sensibilisieren. Christine Heins sieht FINKA als Chance, alternative Bewirtschaftungsmethode auszuprobieren. „Mich interessiert vor allem die Auswertung, wie hoch die Ertragseinbußen durch die Unkräuter ausfallen. FINKA bietet uns durch die finanzielle Förderung die Möglichkeit, dieses Risiko einzugehen, während die Versuche wissenschaftlich begleitet werden.“

Auf der fast drei Hektar großen Versuchsfläche in Negenborn, auf der aktuell Roggen wächst, verzichtet der konventionell wirtschaftende Betrieb Heins auf den Einsatz von Insektiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Insekten) und Herbiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter). Gleichzeitig bewirtschaftet er eine Vergleichsfläche gewohnt konventionell. Dabei wird er von seinem ökologisch arbeitenden Kollegen Hermann Hemme beraten, der eine Vergleichsfläche ähnlicher Größe und mit ähnlichen Standortbedingungen angelegt hat. Außerdem unterstützt er Familie Heins mit Hack- und Striegeltechnik als alternative Methode zur Unkrautregulierung. Gemeinsam gehen die Betriebe in einen fachlichen Austausch darüber, wie mehr Biodiversität bei hoher Produktivität auf der Ackerfläche erreicht werden kann.

Die Zusammenarbeit der beteiligten Betriebe wird wissenschaftlich begleitet durch Untersuchungen, wie sich der Verzicht auf Insektizide und Herbizide auf die Ackerbegleitpflanzen (Unkräuter) und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. In der FINKA-Versuchsfläche finden sich spezielle Fallen und Nisthilfen, mit denen sich zum Beispiel Wildbienen, Fluginsekten oder Käfer zählen lassen, um die Veränderung in Anzahl und Art der hier vorkommenden Insekten beobachten zu können. Auch die sich verändernde Ackerbegleitflora wird parallel dazu bestimmt und dokumentiert. Bis Ende 2025 arbeiten die Betriebspaare im Projekt FINKA zusammen, um Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln und weiterzugeben.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/finka.html

http://finka-projekt.de/